Привычки Иисуса | Замедление

Дата: 10. май 2026 | Проповедник:
Серия: | Библейский текст: Матфея 11:25–30
Подсказка: Эта проповедь была переведена машинным способом. Пожалуйста, обратите внимание, что мы не несем никакой ответственности за точность содержания.

Замедленный образ жизни помогает нам обрести истинный внутренний покой, расти духовно и вести жизнь, характеризующуюся любовью и божественными плодами. Сам Иисус не жил гонимой жизнью, но находил время для Отца и для людей – даже в, казалось бы, неотложных ситуациях. Его привычки служат путеводителем и «помощником при восхождении». Замедление происходит не случайно, а благодаря сознательно практикуемым решениям и структурам в повседневной жизни. Это создает пространство для работы Бога и для подлинных встреч.


Ber­ner sind nicht unbe­dingt dafür bekannt, dass sie die Schnells­ten sind. Ich habe vier Jah­re lang in der Stadt Bern gewohnt und war daher auch viel in der Alt­stadt mit ihren über­dach­ten Lau­ben unter­wegs. Dies ist eine genia­le Sache, wenn es reg­net, denn du bleibst tro­cken. Aber es ist auch ziem­lich müh­sam wäh­rend der Laden­öff­nungs­zei­ten, wenn du schnell etwas erle­di­gen willst. Daher habe ich eine Tak­tik ent­wi­ckelt: schnell lau­fen, links und rechts über­ho­len, wenn es sein muss, die Lau­be kurz ver­las­sen. Es geht vor allem dar­um, schnell vor­wärts­zu­kom­men. Das bin ich! Und heu­te pre­di­ge ich über das The­ma Entschleunigen.

Es ist der Start in eine vier­tei­li­ge Pre­digt­se­rie über die «Gewohn­hei­ten Jesu». Die Glie­de­rung der Titel ori­en­tiert sich an John Mark Comers Buch «Das Ende der Rast­lo­sig­keit». Eini­ge Gedan­ken von ihm und ande­ren, die sich damit beschäf­tigt haben, sind nun eben­falls in die­se Pre­digt ein­ge­flos­sen. Heu­te geht es um den Ein­stieg und die Fra­ge, wes­halb wir uns an den Gewohn­hei­ten Jesu ori­en­tie­ren soll­ten und nicht nur an sei­nen Wor­ten. Wir begin­nen mit Ent­schleu­ni­gen, danach fol­gen Stil­le und Ein­sam­keit, Sab­bat und ein­fach leben. Unser Jah­res­the­ma lau­tet «Ein­fach. Lei­se. Gegen­wär­tig.» – genau dar­um geht es auch in die­ser Serie.

Jesu sanftes Joch

«Dann sag­te Jesus: Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwe­re Las­ten tragt, ich will euch Ruhe schen­ken. Nehmt mein Joch auf euch. Ich will euch leh­ren, denn ich bin demü­tig und freund­lich, und eure See­le wird bei mir zur Ruhe kom­men. Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auf­le­ge, ist leicht» (Mat­thä­us 11,28–30 NLB). Es geht dar­um, das Joch von Jesus auf sich zu neh­men, um von ihm zu ler­nen. Er will denen Ruhe schen­ken, für die Reli­gi­on eine Pflicht ist. Für all jene, die ihren Wil­len nicht mit dem­je­ni­gen von Gott in Über­ein­stim­mung brin­gen kön­nen. Wir ste­hen in der Tra­di­ti­on von Hul­drych Zwing­li, dem gros­sen Schwei­zer Refor­ma­tor. Daher besteht auch bei uns die Gefahr, den Glau­ben zu ver­kopf­en. Doch wir sehen bei­spiels­wei­se gera­de auch im Abend­mahl, dass Jesus sei­nen Kör­per gab! Wir kön­nen dies nun an unse­rem eige­nen Leib erfah­ren, indem wir Brot und Trau­ben­saft zu uns neh­men. Es geht um mich als gan­ze Per­son. Dies beinhal­tet mein Den­ken, aber auch mei­nen Kör­per! Es geht dar­um, von Jesus zu ler­nen – von sei­nen Gewohn­hei­ten, von sei­nem Leben.

Ein Joch war und ist ein Arbeits­in­stru­ment, das den Och­sen auf dem Feld auf­er­legt wur­de, damit sie ihre Arbeit tun konn­ten. Ein Joch ist etwas, das ermü­de­te Arbei­ter eigent­lich am wenigs­ten brau­chen. Doch das bes­te Geschenk, das Jesus den Men­schen machen kann, ist ein neu­es Joch – eine neue Art, das Leben zu leben. Jesus bie­tet uns die Ein­la­dung zu einem Leben der Ruhe trotz all der Las­ten, die täg­lich auf uns zukom­men. Mit «Joch» wur­de zur Zeit Jesu auch das Gesetz Got­tes bezeich­net. Jesu Ein­la­dung ist eine Ein­la­dung, in sei­ne Nach­fol­ge zu tre­ten. Es ist ein Leben in Sanft­mut und Demut. Sanft­mut meint Freund­lich­keit, Rück­sicht­nah­me, Geduld und Gelas­sen­heit – ohne Zorn und Gewalt. Demut meint Lie­be zum Die­nen und Beschei­den­heit. Dabei geht es um eine inne­re Hal­tung, die sich so zeigt. Die Jesus­nach­fol­ge zeigt sich an den Früch­ten, die dar­aus ent­ste­hen. Aber wie kom­men wir dazu?

Jesus geht entschleunigt durchs Leben

Im Gar­ten an unse­rer Woh­nung wächst eine Rebe. Im ers­ten Jahr habe ich sie ein­fach zurück­ge­schnit­ten, weil sie mich nerv­te, im Weg war und nichts so Rich­ti­ges wuchs. Im Jahr dar­auf mach­te mein Vater, der als Jugend­li­cher in den Som­mer­fe­ri­en immer im Waadt­land in einem Reb­berg gear­bei­tet hat­te, eine Rank­hil­fe. Er spann­te an der Wand ent­lang Dräh­te und befes­tig­te die Rebe dar­an. Das Ergeb­nis waren vie­le lecke­re Trau­ben. So lecker, dass wir sie gegen Wes­pen ver­tei­di­gen müs­sen. Das Ziel ist es, Frucht zu brin­gen. Die Rank­hil­fe ist dazu not­wen­dig, aber es geht nicht um sie. Mein Vater lern­te von Pro­fis, wie er dies machen muss – so wol­len auch wir vom Pro­fi ler­nen! Gewohn­hei­ten Jesu sind genau das: Rank­hil­fen für unse­ren Glau­ben. Mögen sie auch auf den ers­ten Blick nichts mit dem Glau­ben zu tun haben. Sie dür­fen aber nie zum Selbst­zweck wer­den. Wie mer­ke ich, ob etwas zum Selbst­zweck wird? Indem die Frucht aus­bleibt. Doch wel­che Frucht sol­len wir brin­gen? Es geht um die Lie­bes­fä­hig­keit. Die­se zeigt sich viel­fäl­tig, aber grund­sätz­lich in der Frucht des Hei­li­gen Geis­tes: «Wenn dage­gen der Hei­li­ge Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz ande­re Frucht in uns wach­sen las­sen: Lie­be, Freu­de, Frie­den, Geduld, Freund­lich­keit, Güte, Treue, Sanft­mut und Selbst­be­herr­schung. […]» (Gala­ter 5,22–23 NLB).

Dal­las Wil­lard spricht von den Gewohn­hei­ten als geist­li­chen Übun­gen. Er sagt: «Geist­li­che Übun­gen sind Din­ge, die wir tun, um uns selbst mit allen Aspek­ten unse­res Seins in Ein­klang mit den Ord­nun­gen Got­tes zu brin­gen. Sie ermög­li­chen es uns, zuneh­mend mehr aus einer Kraft her­aus zu leben, die ihren Ursprung in der geist­li­chen Welt hat und die unse­re eige­ne Kraft bei Wei­tem über­steigt» (Dal­las Wil­lard). Das Ziel ist es, eine gute Rank­hil­fe zu bau­en, die mei­nen Glau­ben trägt und Früch­te bringt. Es geht dabei aber nicht um die Rank­hil­fe, son­dern um die Frucht. Die Rank­hil­fe ist jedoch unverzichtbar.

In Jesu Leben haben Stö­run­gen Vor­rang. Vie­le Begeg­nun­gen gesche­hen «unter­wegs» oder wäh­rend er eigent­lich etwas Wich­ti­ges tat. Zwei möch­te ich beson­ders her­vor­he­ben. Zuerst die Geschich­te zwi­schen Jesus und Laza­rus (Johan­nes 11). Es waren drei Geschwis­ter: Maria, Mar­tha und Laza­rus. Sie waren gut befreun­det. «Jesus hat­te Mar­ta, Maria und Laza­rus lieb» (Johan­nes 11,5 NLB). Eines Tages erhält Jesus die Nach­richt von der Krank­heit von Laza­rus. Doch bevor er auf­bricht, bleibt er noch zwei Tage dort, wo er war. Jesus leb­te sehr ent­schleu­nigt und liess sich nicht het­zen. Laza­rus ver­starb schliess­lich. (Ja, Jesus hat ihn dann wie­der zum Leben erweckt.)

Die zwei­te Begeg­nung ist die­je­ni­ge der blut­flüs­si­gen Frau (Mar­kus 5,21–43). Ein wich­ti­ger Mann namens Jaï­rus kommt zu Jesus und bit­tet ihn, sei­ne im Ster­ben lie­gen­de Toch­ter zu hei­len. Jesus ging mit ihm mit. Er liess sich unter­bre­chen. Unter­wegs mischt sich eine Frau in die Men­ge, die seit 12 Jah­ren an Blu­tun­gen litt. «Die­se Frau hat­te von Jesus gehört. Sie kämpf­te sich durch die Men­ge in sei­ne Nähe und berühr­te den Saum sei­nes Gewan­des» (Mar­kus 5,27 NLB). Was pas­siert nun? Die Frau wird geheilt und Jesus hält an. Er lässt sich noch­mals unter­bre­chen. Jetzt kommt’s: «Wäh­rend Jesus noch mit ihr sprach, tra­fen Boten vom Haus des Jaï­rus ein mit der Nach­richt: ‹Dei­ne Toch­ter ist tot. Du brauchst den Leh­rer nicht mehr zu bemü­hen›» (Mar­kus 5,35 NLB). Was ging da wohl in Jaï­rus vor? (Ja, Jesus erweck­te auch sie zum Leben.)

Hier denkst du dir viel­leicht: «Klar, Jesus ist Gott und ihm ist daher alles mög­lich. Mir aber nicht, daher müss­te ich sofort los und könn­te mich nicht unter­bre­chen las­sen.» Ja, das stimmt – aber die wenigs­ten von uns sind in sol­chen Situa­tio­nen. Mir gelingt es häu­fig nicht ein­mal bei Eltern, Ehe­part­nern, guten Freun­den, Kin­dern oder Arbeits­kol­le­gen, dass ich mich von ihnen unter­bre­chen las­se und Zeit für sie habe. Mit einem zu vol­len Zeit­plan haben wir kei­ne Zeit für Unter­bre­chun­gen. Dazu kommt, dass die Zeit mit Gott häu­fig auf der Stre­cke bleibt.

Entschleunigt leben

Die Schwie­rig­keit ist, dass wir in einer ande­ren Zeit leben. Sie ist viel schnell­le­bi­ger als zu Jesu Zei­ten. Aber wir kön­nen uns immer wie­der die Fra­ge stel­len: «Wie wür­de Jesus leben, wenn er ich wäre?» Die Ten­denz ist so, dass Zeit mit Gott umkämpft ist. Wer nicht plant, wird ver­plant. Wenn du immer gestresst bist, wirst du nicht in die Ruhe bei Gott kom­men. Dies beein­flusst sich gegen­sei­tig. Ich kann nicht ein­fach sagen: «Ab jetzt bin ich gelas­se­ner, weni­ger gestresst und möch­te mehr im Hier und Jetzt sein», und das pas­siert. Ich kann dies nicht her­bei­zwin­gen. Ich kann aber Gewohn­hei­ten (Rank­hil­fen) ein­üben, ein­pla­nen und für mich zur Regel machen, die die­se Frucht hervorbringen.

Ich gebe euch ger­ne mei­ne «Regeln» wei­ter, an denen ich mich ori­en­tie­re. Die­se sind nicht starr, und es ist nicht schlimm, wenn ich sie ein­mal nicht ein­hal­te. Sie hel­fen mir aber, mein Leben zu struk­tu­rie­ren. Gewis­se Leu­te mögen kei­ne Struk­tur. Ich bin über­zeugt: Wir alle brau­chen mehr oder weni­ger Struk­tur. Ich bin ein ste­ti­ger Mensch, mir hel­fen Struk­tu­ren. Sie engen mich nicht ein, son­dern set­zen mich frei. Wenn wir uns wün­schen, Jesus ähn­li­cher zu wer­den, dies aber nicht in unse­rem Zeit­plan, unse­ren Wün­schen und Plä­nen Wider­hall fin­det, dann wird es nicht gesche­hen! Sie hel­fen mir, in mei­ner Jesus­be­zie­hung zu ent­de­cken und prak­tisch anzu­wen­den, was der Psal­mist sagt: «Schme­cket und sehet, wie freund­lich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trau­et!» (Psalm 34,9 LUT). Die­se Gewohn­hei­ten hel­fen mir. Dei­ne sehen anders aus! Kein Gesetz, son­dern Rankhilfen.

  • An mei­nem frei­en Tag stel­le ich mein Han­dy ab und redu­zie­re den Kon­sum in den Feri­en auf ein Minimum.
  • Ich hal­te mich kon­se­quent an die Geschwindigkeitsbegrenzung.
  • Ich tref­fe mich nur mit einem Freund pro Woche, neh­me mir aber viel Zeit für die­se Person.
  • Im Stau ent­schei­de ich mich für eine Fahr­spur und blei­be dort!
  • Ich redu­zie­re «Glust-Käu­fe» auf ein Minimum.
  • Ich habe einen ana­lo­gen Wecker und stel­le das Han­dy am Abend ab.
  • Din­ge, die teu­rer sind als CHF 100, kau­fe ich nicht, ohne ein­mal dar­über zu schla­fen und mich mit mei­ner Frau abzusprechen.
  • Ein­mal in der Woche fas­te ich für zwei Mahlzeiten.
  • Abge­mach­te Ter­mi­ne wer­den nicht für eine «bes­se­re» Opti­on verschoben.
  • Und: Seit die­ser Woche ver­su­che ich, lang­sa­mer zu laufen ;-)

Jesus leb­te in einer ande­ren Zeit, aber den­noch leb­te er im Moment, und wir lesen nie davon, dass er gestresst oder gehetzt war. Er liess sich auch von ande­ren nicht stres­sen oder het­zen. Ent­schleu­ni­gen ist auf den ers­ten Blick die am wenigs­ten «geist­li­che» Gewohn­heit, über die wir in die­ser Serie spre­chen. Es geht aber dar­um, Kör­per und Glau­ben in Ein­klang zu leben. Ich habe nicht nur einen Kör­per und einen Geist – ich bin Kör­per und Geist. Ent­schleu­ni­gen heisst, Raum zu schaf­fen für Begeg­nun­gen mit Gott. Ich höre mit einem Gebet auf, das mir eine Per­son aus der Kir­che vor eini­ger Zeit mit­gab: «Herr, zei­ge mei­nem Herz, was dei­nem Herz wich­tig ist».

Возможные вопросы для малой группы

Прочитай библейский текст: Матфея 11:25–30

  1. Wo erlebst du in dei­nem All­tag am stärks­ten Unru­he oder Getrie­ben­heit? Was treibt dich dort kon­kret an – äus­se­re Umstän­de oder inne­re Erwartungen?
  2. «Kommt alle her zu mir … ich will euch Ruhe schen­ken» (Mat­thä­us 11,28). Wie erlebst du die­se Ein­la­dung von Jesus ganz prak­tisch in dei­nem Leben – und wo fällt es dir schwer, sie anzunehmen?
  3. Das Bild vom Joch: Wel­che «Joche» trägst du aktu­ell (bewusst oder unbe­wusst)? Wor­an merkst du, ob es Jesu Joch ist – oder ein selbstgemachtes?
  4. Gewohn­hei­ten als «Rank­hil­fen»: Wel­che dei­ner aktu­el­len Gewohn­hei­ten för­dern geist­li­che Frucht – und wel­che ste­hen ihr eher im Weg? Wo spürst du, dass etwas zum Selbst­zweck gewor­den ist?
  5. Umgang mit Unter­bre­chun­gen: Wie reagierst du nor­ma­ler­wei­se, wenn dein Plan gestört wird? Was könn­te sich ver­än­dern, wenn du Unter­bre­chun­gen mehr als mög­li­che «gött­li­che Momen­te» sehen würdest?
  6. Zeit mit Gott im All­tag: Wenn «wer nicht plant, wird ver­plant» stimmt – wie kon­kret planst du aktu­ell Zeit mit Gott? Was wäre ein rea­lis­ti­scher nächs­ter Schritt für dich?
  7. Frucht des Hei­li­gen Geis­tes (Gala­ter 5,22–23): Wel­che die­ser Frucht wächst bei dir im Moment sicht­bar? Wo wünschst du dir Ver­än­de­rung – und wel­che klei­ne «Rank­hil­fe» könn­test du dafür einüben?