Познать Бога – и обрести покой

Дата: 7. Июнь 2026 | Проповедник:
Серия: | Библейский текст: Псалом 46
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Oft erle­ben wir in der Stil­le Got­tes Offen­ba­rung als all­mäch­ti­gen und lie­ben­den Gott. In der Gemein­schaft mit ihm erken­nen wir immer mehr sei­ne Grös­se und Kraft und wer­den uns bewusst, was er uns in sei­ner Lie­be geschenkt hat. Die Erkennt­nis sei­ner Kraft an unse­rer Sei­te, die wir durch den neu­en Bund haben, schenkt uns Ruhe und Kraft.


Als Jüng­ling war ich sehr aktiv – ich ging Gleit­schirm flie­gen, fuhr Motor­rad und besuch­te ger­ne Fes­te. Gleich­zei­tig spiel­te ich in zwei Musik­ge­sell­schaf­ten und hat­te bis zu vier Pro­ben pro Woche. Nach den Pro­ben ging ich regel­mäs­sig noch mit ins Restau­rant, sodass ich oft erst um zwölf Uhr oder spä­ter ins Bett kam. Weil ich für mei­ne Arbeit bereits um vier Uhr mor­gens auf­ste­hen muss­te, war ich häu­fig so müde, dass ich zeit­wei­se bis zu sechs Wecker brauch­te, um über­haupt aus dem Bett zu kommen.

Glück­li­cher­wei­se kam eine Wen­de: Vor 30 Jah­ren reis­te ich zum ers­ten Mal nach Kana­da, um dort zu arbei­ten. Die Umge­bung war völ­lig anders – die nächs­te Stadt weit ent­fernt, kei­ne Musik­ge­sell­schaf­ten, kaum Ablen­kung, kein Fern­se­her und kein Han­dy – und das alles noch vor dem Zeit­al­ter des Inter­nets. Plötz­lich hat­te ich genü­gend Ruhe und Zeit, um zu lesen und mich auf das Wesent­li­che zu konzentrieren.

Ich las Bücher, die ich schon lan­ge lesen woll­te, und etwas spä­ter öff­ne­te ich auch die Bibel. Ich sehn­te mich danach von Бог zu слушать und ihn näher ken­nen­zu­ler­nen.

In die­ser Zeit der Stil­le offen­bar­te sich Gott mir, und ich lern­te ihn per­sön­lich ken­nen. Aus die­sem Grund freue ich mich ganz beson­ders über den Jah­res­vers der see­tal chi­le. Die Aus­sa­ge die­ses Ver­ses wur­de für mich Realität.

Gottes Offenbarung erkennen 

«Будь спокоен и осознай, что Я – Бог!» (Psalm 46,11a LUT).

Still zu sein hilft uns, Gott zu erken­nen und sei­ne Offen­ba­rung wahr­zu­neh­men. In der Stil­le wird uns bewusst, dass Gott sich uns bereits offen­bart hat, und gera­de im Ruhig­wer­den kön­nen wir dies tie­fer begrei­fen. Für Gläu­bi­ge bedeu­tet die­se Stil­le, die Gegen­wart Got­tes zu erle­ben – und genau in die­ser Gegen­wart wird sei­ne Offen­ba­rung klar und erfahrbar.

Die Aus­sa­ge die­ses Ver­ses ist eine Auf­for­de­rung, still zu wer­den, damit wir Gott erken­nen köможно, wie er sich offenbart.

Pas­tor Mat­thi­as hat es bereits erwähnt: Wir wol­len die­se Stil­le nicht als ein neu­es Gesetz ver­ste­hen, son­dern wir suchen sie aus einer tie­fen Sehn­sucht nach Gott. Unse­re Sehn­sucht soll sei­ner Gegen­wart gel­ten. Denn Got­tes Gegen­wart ist die Krö­nung – sie über­ragt alles, was wir sonst emp­fan­gen können.

Wir haben die Mög­lich­keit, Got­tes Gegen­wart zu erle­ben, doch wir leben in einer Welt, in der sofor­ti­ge, kurz­fris­ti­ge Ver­gnü­gun­gen all­ge­gen­wär­tig sind. Die Ver­su­chung ist gross – über­all gibt es «Zucker», unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, sich ablen­ken zu las­sen. Viel zu oft ent­schei­den wir uns für Fast Food, eine schnel­le, ober­fläch­li­che Befrie­di­gung, statt für eine näh­ren­de «Mahl­zeit», die wirk­lich Leben schenkt.

In der Stil­le, in der «Wüs­te», kön­nen wir den Fokus wie­der auf das Wesent­li­che rich­ten. Denn wie das Sprich­wort sagt: Vor lau­ter Wald sieht man die Bäu­me nicht – erst im Inne­hal­ten wird der Blick klar für das, was wirk­lich zählt. Got­tes Offen­ba­rung ist das gröss­te Geschenk, das wir haben kön­nen, Schluss und Punkt. An die­sem wich­tigs­ten Punkt könn­te ich die Pre­digt been­den. Doch ich möch­te heu­te einen Schritt wei­ter­ge­hen. Das gros­se Geschenk der Stil­le – Got­tes Offen­ba­rung zu erken­nen – hat einen sehr wich­ti­gen Fol­ge­ef­fekt, den wir im All­tag gut gebrau­chen kön­nen. Und genau auf die­sen Neben­ef­fekt möch­te ich heu­te näher eingehen.

Gottes Erkenntnis gibt uns Kraft 

Der Vers der Stil­le steht im Zusam­men­hang mit Psalm 46. Der Psalm beginnt wie folgt: «Gott ist uns­re Zuver­sicht und Stär­ke, eine Hil­fe in den gros­sen Nöten, die uns getrof­fen haben» (Psalm 46,2 LUT).

Der Hin­ter­grund die­ses Psalms ist Got­tes Ret­tung vor den Assy­rern. Die Assy­rer waren nicht ein­fach ein paar daher­ge­lau­fe­ne Krie­ger, son­dern eine Welt­macht mit einer hoch­ent­wi­ckel­ten und gut orga­ni­sier­ten Armee, die für ihre Grau­sam­keit berüch­tigt war. Sie ver­brei­te­ten gezielt Angst, um ihre Geg­ner ein­zu­schüch­tern und Wider­stand im Keim zu ersticken.

Der Ver­fas­ser des Psalms erleb­te Got­tes Ein­grei­fen in einer Zeit gros­ser Bedräng­nis. Er kennt Gott, er hat ihn erfah­ren – und gera­de des­halb kann er schrei­ben: «Dar­um fürch­ten wir uns nicht, wenn­gleich die Welt unter­gin­ge und die Ber­ge mit­ten ins Meer sän­ken» (Psalm 46,3 LUT).

Gott hat sich ihm und den Israe­li­ten offen­bart. Sie haben Ihn als star­ken Part­ner ken­nen­ge­lernt und kön­nen des­halb vol­ler Ver­trau­en leben. Weil sie Gott ken­nen kön­nen sie im Ver­trau­en leben.

Spä­ter im Psalm wird es bei Vers fünf rich­tig span­nend: «Ein Strom, von vie­len Bächen gespeist, erfreut die Stadt Got­tes, den hei­li­gen Ort, an dem der Höchs­te wohnt» (Psalm 46,5 NGÜ).

Die­ser Strom, die­ses leben­di­ge Was­ser, begeg­net uns an vie­len Stel­len im Wort Got­tes. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die gan­ze Bibel. Für die Israe­li­ten hat­te die­ses Bild eine beson­ders tie­fe Bedeu­tung: In einem Land, das extrem tro­cken ist, ver­steht man die lebens­spen­den­de Kraft von Was­ser sehr gut.

In der Stadt Got­tes, dort wo der Höchs­te wohnt, gibt es die­ses leben­di­ge Was­ser – und alles wird erfüllt von Leben.

Die­ser Vers gilt auch uns heu­te: Wenn wir aus­ge­laugt, kraft­los und inner­lich tro­cken sind, dür­fen wir zu Gott kom­men. In sei­ner Gegen­wart wer­den wir wie­der lebendig.

Inter­es­sant ist, dass die­ses leben­di­ge Was­ser auch in Offen­ba­rung Kapi­tel 22 wie­der auftaucht.

«Und er zeig­te mir einen Strom leben­di­gen Was­sers, klar wie Kris­tall, der aus­geht von dem Thron Got­tes und des Lam­mes, mit­ten auf ihrer Stras­se und auf bei­den Sei­ten des Stro­mes Bäu­me des Lebens» (Offen­ba­rung 22,1–2 LUT).

Auch hier wie­der das Bild das vom lebens­brin­gen­den Was­ser, das von Gott kommt.

Johan­nes der Autor die­ser Offen­ba­rung ver­kün­dig­te das Evan­ge­li­um mit gros­ser Auto­ri­tät, vie­le Men­schen began­nen durch sei­nen Dienst an Jesus zu glau­ben. Um sei­ne mis­sio­na­ri­sche Tätig­keit zu unter­bin­den, wur­de er auf die römi­sche Straf­ko­lo­nie Pat­mos ver­bannt – mit dem Ziel, ihn zu iso­lie­ren und sei­nen Ein­fluss zum Schwei­gen zu bringen.

Doch Gott gebrauch­te gera­de die­se Zeit der Stil­le. Auf Pat­mos offen­bar­te sich Gott Johan­nes in einer ein­zig­ar­ti­gen Wei­se und schenk­te ihm einen tie­fen Ein­blick in die Zukunft. In der Stil­le begeg­ne­te Gott Johan­nes. Was der Feind als Stra­fe und Ein­schrän­kung geplant hat­te, ver­wan­del­te Gott in etwas viel Grös­se­res: Johan­nes’ Dienst wur­de nicht klei­ner, son­dern grös­ser – und wir haben durch ihn eine wei­te­re, gewal­ti­ge Offen­ba­rung Got­tes erhalten.

Eine Offenbarung die Hoffnung bringt

Wir wol­len – wie Johan­nes – still wer­den. Wir wol­len Got­tes Grös­se und sei­ne Lie­be zu uns immer tie­fer begrei­fen. Denn oft ist es gera­de in der Stil­le mit Gott, dass wir sei­ne Offen­ba­rung wirk­lich erken­nen. Wir lesen zwar vie­les in der Bibel und ver­ste­hen es mit dem Ver­stand. Doch etwas viel Wert­vol­le­res geschieht, wenn wir Got­tes Offen­ba­rung erken­nen – wenn sie unser Herz trifft, uns ver­än­dert und leben­dig wird. Und genau um die­se Art von Erkennt­nis geht es im fol­gen­den Vers: «Weil wir nun also eine so gros­se Надежда haben, tre­ten wir frei und uner­schro­cken auf» (2. Korin­ther 3,12 NGÜ).

Weil wir die­se Hoff­nung haben kön­nen wir frei und uner­schro­cken auftreten.

Die Hoff­nung, von der Pau­lus schreibt, ist die Hoff­nung des neu­en Bun­des – die Hoff­nung, die aus dem voll­brach­ten Werk Jesu Chris­ti ent­steht. Der Kon­text die­ses Ver­ses zeigt den star­ken Kon­trast zwi­schen dem alten und dem neu­en Bund. Der alte Bund war zwar herr­lich, doch sei­ne Herr­lich­keit führ­te letzt­lich zur Ver­damm­nis, weil kein Mensch das Gesetz voll­kom­men erfül­len konn­te. Das Gesetz zeig­te Got­tes Mass­stab, aber es konn­te das mensch­li­che Herz nicht ver­än­dern. Der neue Bund, gegrün­det auf Jesus Chris­tus, bringt Gerech­tig­keit, Frei­heit und eine blei­ben­de Herrlichkeit.

Wie erhal­ten wir die Hoff­nung? Die Hoff­nung kommt aus der Erkennt­nis (Offen­ba­rung) Gottes!

Gott hat sich durch Jesus bei uns Men­schen offen­bart. Wenn wir unse­re Sün­de beken­nen und erken­nen das wir Ver­ge­bung durch Jesus brau­chen, wer­den wir in den neu­en Bund auf­ge­nom­men. Der neue Bund, unse­re Hoff­nung, bringt Ver­ge­bung und nicht Ver­ur­tei­lung, gibt uns die Kraft durch den geschenk­ten Hei­li­gen Geist und die Frei­heit ein Gott gefäl­lig zu Leben.

Die Auswirkung der Erkenntnis unserer Hoffnung

Weil wir die­se Hoff­nung haben, tre­ten wir uner­schro­cken auf.

Греческое слово παρρησία, das hier mit «uner­schro­cken» über­setzt wird, bedeu­tet: Ver­trau­en, Zuver­sicht, Frei­heit, Mut und Ent­schlos­sen­heit.

Wenn wir Gott ken­nen und sei­ne Offen­ba­rung erken­nen, dann erfüllt uns genau die­se Hal­tung: Wir kön­nen mit Ver­trau­en und Zuver­sicht leben – mutig, frei und entschlossen.

Abschluss & Anwendung: 

In der Stil­le hat Mose die Offen­ba­rung Got­tes emp­fan­gen – die Zehn Wei­sun­gen, die sein Volk lei­ten soll­ten. In der Stil­le hat Jesus die Gegen­wart des Vaters gesucht, um sei­nen Wil­len zu erken­nen und gestärkt wei­ter­zu­ge­hen. In der Stil­le hat Johan­nes die Offen­ba­rung erhal­ten, die uns einen Blick in Got­tes Zukunft schenkt.

Wir seh­nen uns nach Gott, dar­um suchen auch wir die Stil­le um Gott näher kennenzulernen.

«Будь спокоен и осознай, что Я – Бог!» (Psalm 46,11a LUT) weil wir Gott ken­nen, kön­nen wir aus dem tiefs­ten her­aus sagen «Gott ist uns­re Zuver­sicht und Stär­ke» (Psalm 46,2 LUT).

«In der Ruhe liegt die Kraft» ein bekann­tes Sprich­wort wel­ches eine Wahr­heit aus­drückt. In der heu­ti­gen Pre­digt möch­te ich den Gedan­ken mit der fol­gen­den Aus­sa­ge ein Stück wei­ter­füh­ren «In der Kraft liegt die Ruhe.»

Wenn wir sei­ne Lie­be für uns und sei­ne All­macht bewusst wer­den kön­nen wir ruhig wer­den. Mit Gott, einem mäch­ti­gen Part­ner an unse­rer Sei­te strot­zen wir voll Zuversicht. 

Wenn wir Gott und sei­ne Kraft erken­nen kön­nen wir ruhig sein; ja ruhig sein in dir. 

 

Возможные вопросы для малой группы

  1. Oft gibt es ein Auf und Ab im Ver­lan­gen, Zeit mit Gott zu ver­brin­gen. In wel­cher Pha­se befin­dest du dich momentan?

  2.  Wann fühlst du dich beson­ders nah bei Gott?

  3. Was ist der Unter­schied zwi­schen still sein, Gebet und Bibellesen?

  4.  Gott in der Stil­le erfah­ren, erlebst du das oft?

  5. Ist Stil­le eine Dis­zi­plin die dir leicht­fällt? Wenn nicht, war­um nicht?

  6. Kannst du dir vor­stel­len, eine Woche ganz mit dir selbst und mit Gott zu sein – ohne Ablen­kung, nur mit Stil­le und dei­nen Gedanken?

  7. Denkst du, dass Got­tes zu erken­nen hilft, ruhig und zuver­sicht­lich zu sein?

  8. Was ist die Hoff­nung beschrie­ben in 2. Korin­ther 3,12?  Hilft dir die­se Hoff­nung, mutig oder ruhig zu sein?