Парализованный и ????
Серия: Простой. Тихий. Настоящий. | Библейский текст: Марка 2:1–12
Im Zentrum steht die Vergebung der Sünden als das grösste Wunder, weil sie die Beziehung zwischen Mensch und Gott wiederherstellt. Anhand der Geschichte des Gelähmten wird deutlich, dass Jesus die Vollmacht hat, Sünden zu vergeben und Menschen vom Tod ins Leben zu führen. Die vier Männer werden zum Vorbild für einen Glauben, der Hindernisse überwindet, damit andere Jesus begegnen können. Wir sind eingeladen, selbst Menschen zu sein, die für andere beten, sie zu Jesus bringen und darauf vertrauen, dass er Leben verändert.
Wie wohl viele hier erhalte ich viele Nachrichten. Doch insgesamt nur eine Handvoll solcher Nachrichten – diese stammt aus dem Herbst 2024: «Mi Verlobti het sich vor 5 Mönet für Jesus entschide und mir sind ize aktiv inere Chile.» Ich sehne mich nach mehr solcher Nachrichten! Liebe Leute, darum geht es! Dass Menschen Jesus Christus kennenlernen und ihr Leben auf den Kopf gestellt wird! Die heutige Predigt soll uns dies nochmals vor Augen malen.
Streitpunkt Sündenvergebung
Da kommen diese vier Typen mit dem Mann auf der Matte. Der Gelähmte war absolut hilflos und bewegungslos. Sie nahmen sich seiner an und bringen ihn zu Jesus, decken das Dach über ihm ab und lassen den Gelähmten herunter.
Wie reagiert Jesus auf diese Störung? Er konnte nicht anders, als sich unterbrechen zu lassen! Doch was haben die Leute wohl erwartet, als sie den Gelähmten zu ihm brachten? Sie erwarteten eine Heilung! Doch Jesus setzt hier am wichtigsten und umstrittensten Punkt an: der Sündenvergebung. Sünde meint Zielverfehlung. Das Ziel des Menschen ist es, mit Gott in Gemeinschaft zu leben und ihn zu ehren. Sünde ist, etwas anderem mehr zu vertrauen und Ehre zuzuschreiben als Gott. Vergebung heisst, dass dieses Verhalten nicht mehr zählt, weil Jesus dafür bezahlt hat. Vergebung bedeutet, dass die Beziehung wiederhergestellt ist, und dies verändert alles! «Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: ‘Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben’» (Markus 2,5 NLB).
Hier wird dreierlei deutlich: Erstens: Die wiederhergestellte Beziehung zu Gott ist wichtiger als wiederhergestellte Gesundheit. Zweitens: Vergebung der Sünden ist etwas, das Gott tut. Wir können es an uns nur geschehen lassen! Gott ist dabei aktiv, der Mensch ist passiv. Drittens: Die wiederhergestellte Beziehung hat Auswirkungen – der Gelähmte wird zu einem Kind! «Mein Sohn». Was für ein Ausdruck! Jesus überwindet hier das grösste Problem des Menschen: die getrennte Beziehung zu Gott!
Ich möchte dies anhand der Geschichte nochmals verdeutlichen! Es liegt auch im Rückschluss vom Schweren zum Einfachen, was eine übliche rabbinische Lehrmethode war. «Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: ‘Deine Sünden sind dir vergeben’ oder: ‘Steh auf, nimm deine Matte und geh’?» (Markus 2,9 NLB). Wenn also jemand sagen kann: «Steh auf, nimm deine Matte und geh», dann hat er auch die Macht, das andere zu tun! «’Ich werde euch beweisen, dass der Menschensohn auf der Erde die Vollmacht besitzt, Sünden zu vergeben.’ Und er wandte sich dem Gelähmten zu und sagte zu ihm: ‘Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause, denn du bist geheilt!’ Der Mann sprang auf, nahm die Matte und bahnte sich einen Weg durch die staunende Menge. […]» (Markus 2,10–12 NLB). Der Gelähmte ist absolut hilflos, bewegungslos. Er ist dem Tod sehr nahe! Dies ist die geistliche Realität eines Menschen, dem die Sünden nicht vergeben sind!
In Jesu Worten bricht nun die Schönheit des Evangeliums in seiner ganzen Pracht hervor. Jesus sagt: «Steh auf».Dahinter steht ein griechisches Wort, welches auch «aufstehen» bedeutet, aber es bedeutet auch: auferwecken, auferstehen, aufwecken. Jesus als Auferstandener wird mit diesem Wort beschrieben! Wenn Jesus dem Mann sagt: «Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause, denn du bist geheilt!» (Markus 2,11 NLB), dann beweist dies vom Schwereren zum Leichteren: Jesus hat Macht, Sünden zu vergeben! Dann bedeutet dies: Die Sündenvergebung führt uns Menschen vom Tod ins Leben! Bis heute entscheidet sich die Frage daran: Hat Jesus den Tod, die Macht der Sünde, besiegt oder nicht? Daran schliesst sich die Frage an: Ist Jesus zu kennen das Beste, was ich habe?
Zwei Akteure
In dieser Geschichte begegnen uns nebst Jesus und dem Gelähmten zwei andere Akteure oder Gruppen. Es sind dies die vier Männer und die Leute, die schon länger dabei sind. Es sind vier Männer, die bereit sind für einen Dachschaden. Es steht nirgendwo, dass diese vier Freunde waren. Sie handeln zwar so, aber der Bezug zum Gelähmten ist nicht klar. Ihnen wurden auch schon Namen gegeben: Mitgefühl, Zusammenarbeit, Ideenreichtum, Ausdauer. Diese vier sind entscheidend wichtig für die Sündenvergebung und den Beziehungseintritt zu Gott des Gelähmten. «Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten […]» (Markus 2,5 NLB). Der Schwerpunkt der vier Männer lag auf ihrem Glauben als verbindendem Merkmal, nicht auf ihrer Beziehung. Daher stellt sich auch für uns die Frage: Blicken wir im gemeinsamen Unterwegssein als Kirche auf Unterschiede in der Persönlichkeit oder auf Jesus? «Eure Liebe zueinander wird der Welt zeigen, dass ihr meine Jünger seid» (Johannes 13,35 NLB). Wir wissen nicht, welchen Bezug die Leute zum Gelähmten oder zueinander hatten. Was sie verband, war die Hoffnung, dass nur Jesus Christus das Leben verändern kann. In dieser Hoffnung überwanden sie Hindernisse. Wenn wir Menschen zu Jesus bringen wollen, gibt es immer Hürden! Die Frage ist nicht, ob Hindernisse kommen, sondern ob wir einen Dachschaden hinnehmen!
Die zweite Gruppe sind die Leute, die schon länger dabei sind. Dabei gibt es diejenigen, welche Bescheid wissen. Hier verkörpert durch die Schriftgelehrten. Das Krasse ist, dass sie sogar recht hatten! «Wie kann er so etwas sagen? Das ist doch Gotteslästerung! Nur Gott allein kann Sünden vergeben!» (Markus 2,7 NLB). Wie recht sie hatten! Nur Gott kann Sünden vergeben! Aber ihre Deutung war falsch! Ich persönlich habe manchmal Angst, dass ich recht habe, aber die Liebe fehlt! Der andere Teil derjenigen, die schon länger dabei sind, ist die schweigende, staunende Masse. Diese ist dabei und schlussendlich begeistert von dem, was Gott tut! Aber sie kann auch ein Hindernis darstellen, dass Leute Gott begegnen. Es gibt Bewegungen in Frankreich und England, bei denen sich Menschen wieder aufmachen, Gott suchen und in die Kirche kommen. Viele sind überzeugt, dass dies auch in den deutschsprachigen Raum überschwappt. Doch sind wir bereit dafür? Was ist, wenn dies Leute sind, die nicht nach meinem Gusto sind? Bin ich bereit, Platz zu machen, Raum zu geben, zu unterstützen und Gott für das, was er tut, mitzuloben? Vom 19.–20. März 2027 findet eine grosse Konferenz mit dem Titel «Kirche für Andere» statt. Diese Konferenz dreht sich genau um dies – wie werden wir eine Kirche, die offen ist für Menschen, die Jesus noch nicht kennen? Getreu nach dem Zitat: «Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist.» (Dietrich Bonhoeffer).
Menschen mit Dachschaden gesucht!
Was können wir tun? Es braucht mehr Menschen mit einem Dachschaden! Menschen, die Jesus zutrauen, dass er Leben verändert. Menschen, die sich losgelöst haben vom «Was denken andere?» und getrieben sind vom «etwas wagen».
Dreh- und Angelpunkt: Gebet. Doch wie bete ich? Vor ein paar Monaten habe ich die Fünf-mal-fünf-Fingermethode vorgestellt. Diese habe ich nicht selbst entwickelt. An einer Hand stehen die Finger für Personen, an der anderen für Anliegen. Ich habe nun den Mittelfinger in der Regel ausgetauscht. Ich bete nicht mehr oft für Influencer oder Personen, welche herausstehen, sondern für Menschen, bei denen ich mir eine Begegnung mit Jesus wünsche! Es geht nicht um Aktivismus im Menschenansprechen, sondern um ein verändertes Herz! Es geht darum, im Gebet aktiv zu werden. Bitte Gott, dir ein Anliegen dafür zu schenken und deine Befürchtungen zu nehmen. Betet gemeinsam als Kleingruppe für eine bestimmte Person, dass sie eine Begegnung mit Jesus hat. Betet als Familie für eine bestimmte Person um eine Begegnung mit Jesus. Betet als Nachbarn für eine bestimmte Person oder Familie in der Nachbarschaft, damit sie eine Begegnung mit Jesus hat. Betet darum, dass sich die richtigen Worte finden lassen, um diese Person in den Alphalive einzuladen. Vielleicht wäre es auch eine gute Möglichkeit, diese Person zu begleiten.
Ich wünsche mir, dass wir in der seetal chile mehr erleben, wie Menschen Jesus kennenlernen und dies uns zum Gotteslob führt! Im Rahmen der Konferenz «Kirche für Andere» wurde ein Lied mit diesem Anliegen formuliert: «Mir erhebed Gott.» Ich schliesse mit diesem Liedtext und lade dich ein, die Augen zu schliessen.
Возможные вопросы для малой группы
Bibeltext lesen: Markus 2,1–12
- Was hat dich an der Geschichte des Gelähmten oder an der Predigt am meisten angesprochen oder überrascht?
- Jesus vergibt dem Gelähmten zuerst die Sünden und heilt ihn erst danach. Warum setzt Jesus die Sündenvergebung an die erste Stelle? Was sagt das über das grösste Problem und die grösste Hoffnung des Menschen aus?
- Die vier Männer liessen sich von Hindernissen nicht aufhalten. Welche «Dächer» oder Hindernisse erleben wir heute, wenn wir Menschen zu Jesus bringen möchten? Wie können wir damit umgehen?
- Jesus sah den Glauben der vier Männer. Wie können wir heute Menschen zu Jesus bringen – ganz praktisch und ohne Druck auszuüben? Welche Rolle spielt dabei das Gebet?
- In der Geschichte gibt es auch Menschen, die zwar nahe bei Jesus sind, aber andere eher behindern als fördern. Wie können wir als Jesusnachfolger und als Kirche darauf achten, dass wir Suchenden den Weg zu Jesus erleichtern statt erschweren?
- Gibt es in deinem Umfeld eine Person, von der du dir wünschst, dass sie Jesus kennenlernt? Was könnte dein nächster konkreter Schritt für diese Person sein?
- Wenn du auf die kommende Woche blickst: Was nimmst du aus dieser Predigt ganz konkret mit, und wofür möchtest du Gottes Hilfe im Gebet erbitten?


