Парализованный и ????

Дата: 19. Июль 2026 | Проповедник:
Серия: | Библейский текст: Марка 2:1–12
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Im Zen­trum steht die Ver­ge­bung der Sün­den als das gröss­te Wun­der, weil sie die Bezie­hung zwi­schen Mensch und Gott wie­der­her­stellt. Anhand der Geschich­te des Gelähm­ten wird deut­lich, dass Jesus die Voll­macht hat, Sün­den zu ver­ge­ben und Men­schen vom Tod ins Leben zu füh­ren. Die vier Män­ner wer­den zum Vor­bild für einen Glau­ben, der Hin­der­nis­se über­win­det, damit ande­re Jesus begeg­nen kön­nen. Wir sind ein­ge­la­den, selbst Men­schen zu sein, die für ande­re beten, sie zu Jesus brin­gen und dar­auf ver­trau­en, dass er Leben verändert.


Wie wohl vie­le hier erhal­te ich vie­le Nach­rich­ten. Doch ins­ge­samt nur eine Hand­voll sol­cher Nach­rich­ten – die­se stammt aus dem Herbst 2024: «Mi Ver­lob­ti het sich vor 5 Mönet für Jesus entsch­i­de und mir sind ize aktiv ine­re Chi­le.» Ich seh­ne mich nach mehr sol­cher Nach­rich­ten! Lie­be Leu­te, dar­um geht es! Dass Men­schen Jesus Chris­tus ken­nen­ler­nen und ihr Leben auf den Kopf gestellt wird! Die heu­ti­ge Pre­digt soll uns dies noch­mals vor Augen malen.

Streitpunkt Sündenvergebung

Da kom­men die­se vier Typen mit dem Mann auf der Mat­te. Der Gelähm­te war abso­lut hilf­los und bewe­gungs­los. Sie nah­men sich sei­ner an und brin­gen ihn zu Jesus, decken das Dach über ihm ab und las­sen den Gelähm­ten herunter.

Wie reagiert Jesus auf die­se Stö­rung? Er konn­te nicht anders, als sich unter­bre­chen zu las­sen! Doch was haben die Leu­te wohl erwar­tet, als sie den Gelähm­ten zu ihm brach­ten? Sie erwar­te­ten eine Hei­lung! Doch Jesus setzt hier am wich­tigs­ten und umstrit­tens­ten Punkt an: der Sün­den­ver­ge­bung. Sün­de meint Ziel­ver­feh­lung. Das Ziel des Men­schen ist es, mit Gott in Gemein­schaft zu leben und ihn zu ehren. Sün­de ist, etwas ande­rem mehr zu ver­trau­en und Ehre zuzu­schrei­ben als Gott. Ver­ge­bung heisst, dass die­ses Ver­hal­ten nicht mehr zählt, weil Jesus dafür bezahlt hat. Ver­ge­bung bedeu­tet, dass die Bezie­hung wie­der­her­ge­stellt ist, und dies ver­än­dert alles! «Als Jesus ihren Glau­ben sah, sag­te er zu dem Gelähm­ten: ‘Mein Sohn, dei­ne Sün­den sind dir ver­ge­ben’» (Mar­kus 2,5 NLB).

Hier wird drei­er­lei deut­lich: Ers­tens: Die wie­der­her­ge­stell­te Bezie­hung zu Gott ist wich­ti­ger als wie­der­her­ge­stell­te Gesund­heit. Zwei­tens: Ver­ge­bung der Sün­den ist etwas, das Gott tut. Wir kön­nen es an uns nur gesche­hen las­sen! Gott ist dabei aktiv, der Mensch ist pas­siv. Drit­tens: Die wie­der­her­ge­stell­te Bezie­hung hat Aus­wir­kun­gen – der Gelähm­te wird zu einem Kind! «Mein Sohn». Was für ein Aus­druck! Jesus über­win­det hier das gröss­te Pro­blem des Men­schen: die getrenn­te Bezie­hung zu Gott!

Ich möch­te dies anhand der Geschich­te noch­mals ver­deut­li­chen! Es liegt auch im Rück­schluss vom Schwe­ren zum Ein­fa­chen, was eine übli­che rab­bi­ni­sche Lehr­me­tho­de war. «Ist es leich­ter, zu dem Gelähm­ten zu sagen: ‘Dei­ne Sün­den sind dir ver­ge­ben’ oder: ‘Steh auf, nimm dei­ne Mat­te und geh’?» (Mar­kus 2,9 NLB). Wenn also jemand sagen kann: «Steh auf, nimm dei­ne Mat­te und geh», dann hat er auch die Macht, das ande­re zu tun! «’Ich wer­de euch bewei­sen, dass der Men­schen­sohn auf der Erde die Voll­macht besitzt, Sün­den zu ver­ge­ben.’ Und er wand­te sich dem Gelähm­ten zu und sag­te zu ihm: ‘Steh auf, nimm dei­ne Mat­te und geh nach Hau­se, denn du bist geheilt!’ Der Mann sprang auf, nahm die Mat­te und bahn­te sich einen Weg durch die stau­nen­de Men­ge. […]» (Mar­kus 2,10–12 NLB). Der Gelähm­te ist abso­lut hilf­los, bewe­gungs­los. Er ist dem Tod sehr nahe! Dies ist die geist­li­che Rea­li­tät eines Men­schen, dem die Sün­den nicht ver­ge­ben sind!

In Jesu Wor­ten bricht nun die Schön­heit des Evan­ge­li­ums in sei­ner gan­zen Pracht her­vor. Jesus sagt: «Steh auf».Dahin­ter steht ein grie­chi­sches Wort, wel­ches auch «auf­ste­hen» bedeu­tet, aber es bedeu­tet auch: auf­er­we­cken, auf­er­ste­hen, auf­we­cken. Jesus als Auf­er­stan­de­ner wird mit die­sem Wort beschrie­ben! Wenn Jesus dem Mann sagt: «Steh auf, nimm dei­ne Mat­te und geh nach Hau­se, denn du bist geheilt!» (Mar­kus 2,11 NLB), dann beweist dies vom Schwe­re­ren zum Leich­te­ren: Jesus hat Macht, Sün­den zu ver­ge­ben! Dann bedeu­tet dies: Die Sün­den­ver­ge­bung führt uns Men­schen vom Tod ins Leben! Bis heu­te ent­schei­det sich die Fra­ge dar­an: Hat Jesus den Tod, die Macht der Sün­de, besiegt oder nicht? Dar­an schliesst sich die Fra­ge an: Ist Jesus zu ken­nen das Bes­te, was ich habe?

Zwei Akteure

In die­ser Geschich­te begeg­nen uns nebst Jesus und dem Gelähm­ten zwei ande­re Akteu­re oder Grup­pen. Es sind dies die vier Män­ner und die Leu­te, die schon län­ger dabei sind. Es sind vier Män­ner, die bereit sind für einen Dach­scha­den. Es steht nir­gend­wo, dass die­se vier Freun­de waren. Sie han­deln zwar so, aber der Bezug zum Gelähm­ten ist nicht klar. Ihnen wur­den auch schon Namen gege­ben: Mit­ge­fühl, Zusam­men­ar­beit, Ideen­reich­tum, Aus­dau­er. Die­se vier sind ent­schei­dend wich­tig für die Sün­den­ver­ge­bung und den Bezie­hungs­ein­tritt zu Gott des Gelähm­ten. «Als Jesus ihren Glau­ben sah, sag­te er zu dem Gelähm­ten […]» (Mar­kus 2,5 NLB). Der Schwer­punkt der vier Män­ner lag auf ihrem Glau­ben als ver­bin­den­dem Merk­mal, nicht auf ihrer Bezie­hung. Daher stellt sich auch für uns die Fra­ge: Bli­cken wir im gemein­sa­men Unter­wegs­sein als Kir­che auf Unter­schie­de in der Per­sön­lich­keit oder auf Jesus? «Eure Lie­be zuein­an­der wird der Welt zei­gen, dass ihr mei­ne Jün­ger seid» (Johan­nes 13,35 NLB). Wir wis­sen nicht, wel­chen Bezug die Leu­te zum Gelähm­ten oder zuein­an­der hat­ten. Was sie ver­band, war die Hoff­nung, dass nur Jesus Chris­tus das Leben ver­än­dern kann. In die­ser Hoff­nung über­wan­den sie Hin­der­nis­se. Wenn wir Men­schen zu Jesus brin­gen wol­len, gibt es immer Hür­den! Die Fra­ge ist nicht, ob Hin­der­nis­se kom­men, son­dern ob wir einen Dach­scha­den hinnehmen!

Die zwei­te Grup­pe sind die Leu­te, die schon län­ger dabei sind. Dabei gibt es die­je­ni­gen, wel­che Bescheid wis­sen. Hier ver­kör­pert durch die Schrift­ge­lehr­ten. Das Kras­se ist, dass sie sogar recht hat­ten! «Wie kann er so etwas sagen? Das ist doch Got­tes­läs­te­rung! Nur Gott allein kann Sün­den ver­ge­ben!» (Mar­kus 2,7 NLB). Wie recht sie hat­ten! Nur Gott kann Sün­den ver­ge­ben! Aber ihre Deu­tung war falsch! Ich per­sön­lich habe manch­mal Angst, dass ich recht habe, aber die Lie­be fehlt! Der ande­re Teil der­je­ni­gen, die schon län­ger dabei sind, ist die schwei­gen­de, stau­nen­de Mas­se. Die­se ist dabei und schluss­end­lich begeis­tert von dem, was Gott tut! Aber sie kann auch ein Hin­der­nis dar­stel­len, dass Leu­te Gott begeg­nen. Es gibt Bewe­gun­gen in Frank­reich und Eng­land, bei denen sich Men­schen wie­der auf­ma­chen, Gott suchen und in die Kir­che kom­men. Vie­le sind über­zeugt, dass dies auch in den deutsch­spra­chi­gen Raum über­schwappt. Doch sind wir bereit dafür? Was ist, wenn dies Leu­te sind, die nicht nach mei­nem Gus­to sind? Bin ich bereit, Platz zu machen, Raum zu geben, zu unter­stüt­zen und Gott für das, was er tut, mit­zu­lo­ben? Vom 19.–20. März 2027 fin­det eine gros­se Kon­fe­renz mit dem Titel «Kir­che für Ande­re» statt. Die­se Kon­fe­renz dreht sich genau um dies – wie wer­den wir eine Kir­che, die offen ist für Men­schen, die Jesus noch nicht ken­nen? Getreu nach dem Zitat: «Die Kir­che ist nur Kir­che, wenn sie für ande­re da ist.» (Diet­rich Bonhoeffer).

Menschen mit Dachschaden gesucht!

Was kön­nen wir tun? Es braucht mehr Men­schen mit einem Dach­scha­den! Men­schen, die Jesus zutrau­en, dass er Leben ver­än­dert. Men­schen, die sich los­ge­löst haben vom «Was den­ken ande­re?» und getrie­ben sind vom «etwas wagen».

Dreh- und Angel­punkt: Gebet. Doch wie bete ich? Vor ein paar Mona­ten habe ich die Fünf-mal-fünf-Fin­ger­me­tho­de vor­ge­stellt. Die­se habe ich nicht selbst ent­wi­ckelt. An einer Hand ste­hen die Fin­ger für Per­so­nen, an der ande­ren für Anlie­gen. Ich habe nun den Mit­tel­fin­ger in der Regel aus­ge­tauscht. Ich bete nicht mehr oft für Influen­cer oder Per­so­nen, wel­che her­aus­ste­hen, son­dern für Men­schen, bei denen ich mir eine Begeg­nung mit Jesus wün­sche! Es geht nicht um Akti­vis­mus im Men­schen­an­spre­chen, son­dern um ein ver­än­der­tes Herz! Es geht dar­um, im Gebet aktiv zu wer­den. Bit­te Gott, dir ein Anlie­gen dafür zu schen­ken und dei­ne Befürch­tun­gen zu neh­men. Betet gemein­sam als Klein­grup­pe für eine bestimm­te Per­son, dass sie eine Begeg­nung mit Jesus hat. Betet als Fami­lie für eine bestimm­te Per­son um eine Begeg­nung mit Jesus. Betet als Nach­barn für eine bestimm­te Per­son oder Fami­lie in der Nach­bar­schaft, damit sie eine Begeg­nung mit Jesus hat. Betet dar­um, dass sich die rich­ti­gen Wor­te fin­den las­sen, um die­se Per­son in den Alpha­li­ve ein­zu­la­den. Viel­leicht wäre es auch eine gute Mög­lich­keit, die­se Per­son zu begleiten.

Ich wün­sche mir, dass wir in der see­tal chi­le mehr erle­ben, wie Men­schen Jesus ken­nen­ler­nen und dies uns zum Got­tes­lob führt! Im Rah­men der Kon­fe­renz «Kir­che für Ande­re» wur­de ein Lied mit die­sem Anlie­gen for­mu­liert: «Mir erhe­bed Gott.» Ich schlies­se mit die­sem Lied­text und lade dich ein, die Augen zu schliessen.

Возможные вопросы для малой группы

Bibel­text lesen: Mar­kus 2,1–12

  1. Was hat dich an der Geschich­te des Gelähm­ten oder an der Pre­digt am meis­ten ange­spro­chen oder überrascht?
  2. Jesus ver­gibt dem Gelähm­ten zuerst die Sün­den und heilt ihn erst danach. War­um setzt Jesus die Sün­den­ver­ge­bung an die ers­te Stel­le? Was sagt das über das gröss­te Pro­blem und die gröss­te Hoff­nung des Men­schen aus?
  3. Die vier Män­ner lies­sen sich von Hin­der­nis­sen nicht auf­hal­ten. Wel­che «Dächer» oder Hin­der­nis­se erle­ben wir heu­te, wenn wir Men­schen zu Jesus brin­gen möch­ten? Wie kön­nen wir damit umgehen?
  4. Jesus sah den Glau­ben der vier Män­ner. Wie kön­nen wir heu­te Men­schen zu Jesus brin­gen – ganz prak­tisch und ohne Druck aus­zu­üben? Wel­che Rol­le spielt dabei das Gebet?
  5. In der Geschich­te gibt es auch Men­schen, die zwar nahe bei Jesus sind, aber ande­re eher behin­dern als för­dern. Wie kön­nen wir als Jesus­nach­fol­ger und als Kir­che dar­auf ach­ten, dass wir Suchen­den den Weg zu Jesus erleich­tern statt erschweren?
  6. Gibt es in dei­nem Umfeld eine Per­son, von der du dir wünschst, dass sie Jesus ken­nen­lernt? Was könn­te dein nächs­ter kon­kre­ter Schritt für die­se Per­son sein?
  7. Wenn du auf die kom­men­de Woche blickst: Was nimmst du aus die­ser Pre­digt ganz kon­kret mit, und wofür möch­test du Got­tes Hil­fe im Gebet erbitten?