Простота | Одежда делает человека

Дата: 6. Сентябрь 2026 | Проповедник:
Серия: | Библейский текст: Lukas 12,22–31; 1. Mose 3,7–10 & 21
Подсказка: Эта проповедь была переведена машинным способом. Пожалуйста, обратите внимание, что мы не несем никакой ответственности за точность содержания.

Klei­dung zeigt etwas von unse­rem Inne­ren und davon, wo wir unse­ren Wert und unse­re Iden­ti­tät suchen. Wir ver­su­chen oft, Unsi­cher­heit und Scham selbst zu bede­cken. Gott lädt uns ein, unse­ren Wert nicht über unser Äus­se­res zu defi­nie­ren, son­dern unse­re Iden­ti­tät von ihm zu emp­fan­gen. Ein­fach­heit bedeu­tet: Ich muss durch mei­ne Klei­dung nicht bewei­sen, wer ich bin.


Heu­te kom­men wir zur zwei­ten Pre­digt über die Ein­fach­heit. Es geht nicht um Ein­fach­heit als sol­che, son­dern sie soll eine Hil­fe sein, mit unse­rem gan­zen Leben Gott zu ehren. Es ist der Aus­druck der inne­ren Rea­li­tät, die sich dann aus­sen in der Ein­fach­heit zeigt. Letz­ten Sonn­tag pre­dig­te ich über das Herz und die Spra­che. Im Kern der Ein­fach­heit geht es um die Fra­ge der Iden­ti­tät. Wer bin ich? Auch heu­te geht es dar­um. Es geht um unse­re Klei­dung und was die­se mit uns macht!

Als ich noch am Daten war, frag­te ich immer jeman­den, wie ich aus­se­he, bevor ich aus dem Haus ging. Ich gab mir extrem viel Mühe. Ich woll­te beein­dru­cken, dazu war mein äus­se­res Erschei­nungs­bild für mich sehr wich­tig. Bis heu­te über­le­ge ich mir jeweils immer sehr viel, was ich anzie­he. Geht es dir auch so? Weisst du was? Ande­re mer­ken dies gar nicht, weil sie selbst so beschäf­tigt sind mit sich!

Was Kleidung mit uns macht

In der Text­le­sung hör­ten wir vom Sor­gen­ma­chen. Dabei ver­bin­det Jesus unse­re Sor­ge um das Leben mit der Sor­ge um Klei­dung. «Kön­nen all eure Sor­gen euer Leben auch nur um einen ein­zi­gen Augen­blick ver­län­gern? Natür­lich nicht! Und wenn euer Sor­gen schon in so gerin­gen Din­gen nichts bewirkt, was nützt es da, sich um grös­se­re Din­ge zu sor­gen? Seht doch die Lili­en, wie sie wach­sen. Sie arbei­ten nicht und nähen sich kei­ne Klei­der, und doch war Salo­mo in all sei­ner Pracht nicht so schön geklei­det wie eine von ihnen» (Lukas 12,25–27 NLB). Die Angst, die Jesus anspricht, ist eine tie­fe­re Angst. Näm­lich, wie wir in unse­rem Kör­per wahr­ge­nom­men wer­den. Also nicht bloss: Wie über­le­be ich? Son­dern auch: Wie wir­ke ich! Hier­bei gibt es eine gesun­de und unge­sun­de Form!

Doch was liegt denn dahin­ter? Was ist die­se tie­fe­re Angst? Wir tau­chen dazu in den Gar­ten Eden ein. Adam und Eva assen vom Baum, der ihnen die Erkennt­nis von Gut und Böse eröff­ne­te. «In die­sem Augen­blick wur­den den bei­den die Augen geöff­net und sie bemerk­ten auf ein­mal, dass sie nackt waren. Des­halb floch­ten sie Fei­gen­blät­ter zusam­men und mach­ten sich Len­den­schur­ze. Als es am Abend kühl wur­de, hör­ten sie Gott, den HERRN, im Gar­ten umher­ge­hen. Da ver­steck­ten sie sich zwi­schen den Bäu­men. Gott, der HERR, rief nach Adam: ‚Wo bist du?‘ Die­ser ant­wor­te­te: ‚Als ich dei­ne Schrit­te im Gar­ten hör­te, habe ich mich ver­steckt. Ich hat­te Angst, weil ich nackt bin.‘» (1. Mose 3,7–10 NLB). Dies ist die ers­te Erwäh­nung von Angst! Und sie hat­ten die­se, weil sie nackt waren! Adam und Eva wur­den sich bewusst, wie weit sie von dem weg waren, was Gott sich wünscht (ihrer Sün­de), und schäm­ten sich. Klei­dung ist die Ant­wort der Men­schen auf die Sün­de. Sie machen aus Angst Klei­dung. Wir Men­schen leben mit Scham, dem Gefühl, schlecht zu sein und nicht lie­bens­wür­dig, und der Angst, dass ande­re dies ent­de­cken kön­nen. Scham ist ein unan­ge­neh­mes, tie­fes Gefühl der Ver­le­gen­heit oder Bloss­stel­lung, oft­mals mit dem Gefühl der Unzu­läng­lich­keit. Die Schlan­ge, wel­che die bei­den ver­führt, zwei­felt Got­tes Lie­be an. Klei­dung gibt uns das Gefühl, jemand zu sein! Bild­lich gespro­chen, aber auch in der Wir­kung. «In die­sem Augen­blick wur­den den bei­den die Augen geöff­net und sie bemerk­ten auf ein­mal, dass sie nackt waren. Des­halb floch­ten sie Fei­gen­blät­ter zusam­men und mach­ten sich Len­den­schur­ze» (1. Mose 3,7 NLB). Sie machen sich selbst Klei­dung aus Fei­gen­blät­tern. Sie ret­ten sich mit ihren eige­nen Mit­teln. Die Men­schen ver­su­chen, ihre Scham selbst zu bedecken.

Unser Versuch

Wie unser Bezug zur Klei­dung eben nicht sein soll, sagt Jesus im Text der Lesung, aber auch Pau­lus hier: «Über­all, wo ihr euch ver­sam­melt, möch­te ich nun, dass die Män­ner, wenn sie beten, ihre Hän­de rein zu Gott erhe­ben. Sie sol­len nicht von Zorn und Streit beschmutzt sein. Und ich möch­te, dass die Frau­en in ihrer Erschei­nung Zurück­hal­tung üben, indem sie sich anstän­dig klei­den und nicht durch ihre Fri­sur oder durch Gold, Per­len oder kost­ba­re Klei­der die Auf­merk­sam­keit auf sich len­ken. Denn Frau­en, die Gott ehren wol­len, sol­len dadurch anzie­hend wir­ken, dass sie Gutes tun» (1. Timo­theus 2,8–10 NLB). Die­ser Text wur­de oft­mals miss­braucht zur Unter­drü­ckung. Er zeigt uns aber viel­mehr ein Leben, wie es Gott Freu­de macht! Dabei geht es im Kern dar­um, dass unser Äus­se­res das Inne­re wie­der­spie­gelt – sei es in der Begeg­nung mit Gott oder unter­ein­an­der. Teu­re Klei­dung und Schmuck kön­nen ein Indiz sein, dass unser Herz am Besitz hängt. Zorn und Streit zei­gen, dass Frie­den, Lang­mut und Ver­ge­bung feh­len. Ich möch­te hier den Fokus auf die Klei­der legen und sagen, lie­be Män­ner, dies gilt auch für uns! Wenn uns die­se Stel­le etwas zeigt, dann das: Klei­dung ist wichtig!

Ein ande­rer Text spricht dies auch an: «Macht euch kei­ne Sor­gen um äus­se­re Schön­heit, die auf modi­schen Fri­su­ren, teu­rem Schmuck oder schö­nen Klei­dern beruht. Eure Schön­heit soll von innen kom­men – das ist die unver­gäng­li­che Schön­heit eines freund­li­chen und stil­len Her­zens, das Gott so sehr schätzt» (1. Petrus 3,3–4 NLB). Auch hier sind wie­der Frau­en ange­spro­chen und es klingt wie­der nach einer Ein­schrän­kung. Wie gesagt, beschäf­ti­gen wir uns mit dem The­ma der Ein­fach­heit. Es geht dar­um zu schau­en, wes­halb wir so han­deln, wie wir dies tun!

Petrus sagt uns: Mit der Klei­dung nicht auf die Wir­kung bei ande­ren aus sein! Dies ist unse­re tie­fe­re Angst! Das Pro­blem dahin­ter ist: Wenn ich dar­auf ange­wie­sen bin, dass Men­schen mei­ne Schön­heit sehen, dann heisst dies, dass ich mir mei­ner Schön­heit nicht bewusst bin! Wenn ich durch einen gewis­sen Stil das Gefühl habe, dazu­zu­ge­hö­ren, bin ich mir mei­ner Zuge­hö­rig­keit nicht bewusst! Wenn ich teu­re Klei­dung tra­gen muss, um mich wert­voll zu füh­len, dann bin ich mir mei­nes Wer­tes nicht bewusst. Petrus sagt, die Schön­heit kommt von innen! Daher sind Jesus­nach­fol­ger ein­ge­la­den, ihre Auf­merk­sam­keit und Ener­gie in die inne­re Schön­heit zu investieren.

Ich sage nicht, klei­de dich nur noch in Sack und Asche, es ist egal, wie du aus­siehst. Es geht dar­um, was dei­ne Klei­dung mit dir macht und was du damit aus­drückst! Klei­dung kom­mu­ni­ziert! Und gleich wie die Spra­che macht sie dies auch immer! Jesus, Petrus und Pau­lus laden uns ein, einen Weg zu gehen, um frei von Angst und Scham zu wer­den. Wir Men­schen sind ver­sucht, unser wah­res Ich zu ver­de­cken oder über­zu­be­to­nen. Klei­dung spielt hier eine wich­ti­ge Rol­le. Wir brau­chen sie, um ver­schie­de­ne Din­ge aus­zu­drü­cken: unse­re Gleich­gül­tig­keit, die Wich­tig­keit eines Anlas­ses, uns selbst schön zu fin­den, unse­re Abgren­zung, Pro­vo­ka­ti­on oder Zuge­hö­rig­keit. Eine ande­re Art, unse­rer Nackt­heit zu begeg­nen, ist, indem wir extrem in unse­ren Kör­per inves­tie­ren, um von Schwach­stel­len abzu­len­ken. «Es gibt vie­le, deren äus­se­rer Leib reich geklei­det ist, doch deren See­le in Lum­pen geht, wäh­rend ande­re, deren Klei­der zer­schlis­sen und abge­tra­gen sind, von innen her nur Herr­lich­keit aus­strah­len» (Fre­de­rick Brot­her­ton Meyer).

Gottes Antwort

Im Grun­de ste­hen wir alle nackt da vor Gott. Vor kur­zem frag­te mein ältes­ter Sohn: «Mami, gömer denn füd­li­blutt zu Gott?» Wisst ihr was? Wir sind es schon jetzt. Die Nackt­heit vor Gott bedarf einer «Süh­nung». Süh­nung meint eine Hand­lung, durch die Wie­der­gut­ma­chung geschieht. Dies ver­su­chen wir Men­schen stän­dig, indem wir gute Din­ge tun, indem wir gute, anstän­di­ge Men­schen sind, und dadurch wol­len wir Gott gefal­len. Doch dies ist alles nur Schein und lenkt von unse­rer Nackt­heit ab! Die ist aber unter den Klei­dern da!

Nur Gott kann unse­re Unzu­läng­lich­keit im Inners­ten zude­cken – und er macht es! «Und Gott, der HERR, mach­te Adam und sei­ner Frau Klei­dung aus Tier­fel­len und zog sie ihnen an» (1. Mose 3,21 NLB). Klei­dung ist ein Geschenk Got­tes, um unse­ren Körper/Sünde/Scham mit Schön­heit von Gott selbst zu bede­cken. Schluss­end­lich erret­tet uns gera­de Got­tes Lie­be, wel­che Eva und die Schlan­ge ange­zwei­felt haben!

Wenn wir erken­nen, dass Gott uns ver­sorgt, so wie wir sind (nackt vor ihm), nur dann kön­nen wir frei von Scham, Sün­de und Angst wer­den. Die Ret­tung durch Gott geschieht durch Blut­ver­gies­sen. Damals im Gar­ten Eden wur­de Blut ver­gos­sen, um Adam und Eva zuzu­de­cken. Jesus Chris­tus ver­goss sein Blut und deck­te damit unse­re Scham und Schuld vor Gott zu. Daher müs­sen wir uns nicht anzie­hen, um von etwas abzu­len­ken. Son­dern es gilt, Jesus Chris­tus anzu­zie­hen. «Сними с себя все это и облекись в новую одежду: Иисуса Христа Господа. […]» (Römer 13,14 NGÜ). Ein Jesus­nach­fol­ger tut Din­ge, weil er beklei­det ist. Ein reli­giö­ser Mensch tut Din­ge, um sich zu bekleiden.

Wie schaf­fen wir einen gesun­den Umgang mit Klei­dung? Hier liess ich mich von einer Pre­digt inspirieren.

Ers­tens: weg von Mode hin zu Stil. Mode wech­selt dau­ernd – in gewis­sen Läden gibt es bis zu 24 Kol­lek­tio­nen pro Jahr. Dies kos­tet eini­ges an Geld und Zeit, um up to date zu blei­ben – man kommt aber schluss­end­lich nie nach. Daher gilt es, einen eige­nen Stil zu ent­wi­ckeln, die­ser kann über die Jah­re hin­weg gleichbleiben.

Zwei­tens: weg vom Über­fluss hin zu einer Limi­te. Wir leben in einer Über­fluss­ge­sell­schaft. Daher gilt es, sich eine Limi­te zu set­zen. Nicht zwin­gend finan­zi­ell, denn Fast Fashion macht Klei­dung sehr güns­tig. In der Regel den­ken wir, dass wir es im Griff haben. Doch Sta­tis­ti­ken, die in der Regel nur die ande­ren betref­fen, sagen, dass wir 13 aller Klei­der nie bis maxi­mal fünf­mal tra­gen und ein Klei­dungs­stück im Durch­schnitt 7–10-mal getra­gen wird. Limi­ten kön­nen uns das Gefühl geben, etwas zu ver­pas­sen. Sie geben uns die Mög­lich­keit, Freu­de an klei­nen Din­gen oder Din­gen, die wir bereits haben, zu ent­de­cken. Um ein Limit ein­zu­hal­ten, hilft ein Budget.

Drit­tens:  Es gilt, ein idea­lis­ti­sches Bild hin­ter sich zu las­sen und der Rea­li­tät ins Auge zu schau­en. Ich wer­de mor­gen 35! Ich muss nicht aus­se­hen wie jemand Anfang 20! Der Rea­li­tät ins Auge zu sehen, kann heis­sen, die Klei­der pas­send zu kau­fen, nicht eine Num­mer zu klein! Es geht dar­um, sich selbst anzu­neh­men. Ja, es gilt, auf sei­nen Kör­per zu ach­ten. Doch der bes­te Weg zur Bes­se­rung ist, sich ein­zu­ge­ste­hen, dass da ein Pro­blem ist! Und unser Pro­blem ist, dass wir oft einem Ide­al unter­lie­gen und es schluss­end­lich nicht in Frei­heit, son­dern in eine Unter­drü­ckung führt!

Возможные вопросы для малой группы

Bibel­text lesen: Lukas 12,22–31; 1. Mose 3,7–10 & 21

  1. Was macht Klei­dung mit dir? Wie stark beein­flusst es dich, wie du aus­siehst und wie ande­re dich wahrnehmen?
  2. Wo bist du ver­sucht, dei­nen Wert oder dei­ne Iden­ti­tät über dein Äus­se­res zu suchen? Was möch­test du durch Klei­dung, Stil, Kör­per oder Auf­tre­ten viel­leicht vermitteln?
  3. Adam und Eva ver­su­chen, ihre Scham selbst zu bede­cken. Wo ken­nen wir die­ses Mus­ter aus unse­rem eige­nen Leben? Was tun wir, um Unsi­cher­heit, Scham oder das Gefühl der Unzu­läng­lich­keit zu verbergen?
  4. Petrus spricht von einer Schön­heit, die «von innen» kommt. Was bedeu­tet das kon­kret für dich? Wel­che inne­re Schön­heit möch­test du in dei­nem Leben stär­ker wach­sen sehen?
  5. «Ein Jesus­nach­fol­ger tut Din­ge, weil er beklei­det ist. Ein reli­giö­ser Mensch tut Din­ge, um sich zu beklei­den.» Was löst die­ser Satz bei dir aus? Wo han­delst du viel­leicht noch, um dir selbst oder ande­ren etwas zu beweisen?
  6. Gott klei­det Adam und Eva. Was bedeu­tet es für dich, dass Gott unse­re Scham nicht ein­fach bloss­stellt, son­dern selbst bedeckt? Was ver­än­dert sich, wenn du dei­nen Wert von ihm empfängst?
  7. Was könn­te ein kon­kre­ter Schritt in Rich­tung «Ein­fach­heit» bei dei­ner Klei­dung sein? Zum Bei­spiel: weni­ger kau­fen, einen eige­nen Stil ent­wi­ckeln, ein Bud­get set­zen, bewuss­ter ein­kau­fen oder dich weni­ger über dein Äus­se­res definieren.