Рождество – двойное рождение
Серия: EIFACH muetig – с Иисусом в качестве примера для подражания | Библейский текст: Иоанна 1:1–14
Die Geburt von Jesus Christus markiert einen Neuanfang für alle. Jesus Christus ist das Wort, das Leben und das Licht, das die Dunkelheit überwindet. An diesem kleinen Kind in der Krippe kommt niemand vorbei. Um Anteil daran zu haben, muss man selbst neu geboren werden. Daher geht es bei Weihnachten um eine doppelte Geburt. Zuerst kommt Jesus auf die Welt, danach folgt meine Antwort, und ich werde aus dem Heiligen Geist neu geboren.
Johannes beginnt sein Evangelium mit vielen Beschreibungen von Jesus. Jesus als das Wort. Jesus als das Leben. Jesus als das Licht. Johannes zeigt in seinem Prolog, dass mit Jesus etwas Neues beginnt. Eigentlich ist es aber schon von Anfang an da, wird aber in der Person Jesu neu sichtbar.
Weihnachten – ein Neuanfang für alle
«Свет сияет во тьме, и тьма не могла погасить его». (Johannes 1,5 NLB). In der Schöpfung gibt es verschiedene Scheidungen. So wird bspw. das Wasser vom Land geschieden, aber eben auch die Dunkelheit vom Licht. Bereits in der Schöpfung schenkt Jesus Christus als das Wort, durch natürliches Licht leben. Das göttliche Licht, welches jetzt hinzukommt, bringt göttliches Leben und das Reich Gottes zu den Menschen. Leben und Licht liegen nahe beieinander. «Сама жизнь была в Нем, и эта жизнь дает свет всем людям». (Johannes 1,4 NLB). Hier steht für Leben zweimal ein Wort, welches nicht das biologische Leben, sondern das göttliche Leben meint, welches das biologische überdauert. Dieses Leben hat in Jesus Christus seinen Ursprung. In der Weihnachtsfeier vom letzten Sonntag war das Motto «das Ja Gottes leuchtet in der Nacht». Im Johannesprolog steht Dunkelheit für die tötende Macht des Bösen. Doch Jesus Christus ist das wahre Licht. Es gibt viele Dinge, welche uns vorgaukeln Licht in unser irdisches Leben zu bringen. So werden gute Dinge zum Besten. Wir versprechen uns von Freunden, Familie, Besitz, Ansehen usw. Sicherheit und Erfüllung. Doch all diese Dinge können niemals die Macht des Bösen, also die Dunkelheit, überwinden.
Gegen Ende des Johannesprologs verdichtet sich alles und kommt an den Punkt: Es geht nicht an Jesus Christus vorbei! Er war von Anfang an da und wird auch in Ewigkeit da sein. An ihm vorbei kommt niemand. Entweder wir erhoffen uns Sicherheit und Erfüllung von ihm oder etwas anderem, was sie uns aber nicht geben kann!
Weihnachten – eine Einbahnstrasse
Die übliche Reaktion auf Jesus Christus sieht immer noch aus, wie es Johannes beschrieb: «Но хотя мир был создан через него, мир не узнал его, когда он пришел. Он пришел в мир, принадлежащий ему, а его собственный народ не принял его» (Johannes 1,10–11 NLB). Häufig hat man das Gefühl, dass, wenn Jesus heute noch auf der Erde wäre, ihn alle verehren und ihm nachlaufen würden. Doch dies ist nicht der Fall – war es auch nie. Denn hier liegt die Wurzel. Denn wörtlich übersetzt heisst es, Jesus kam in das Seine und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Meine Deutung davon ist, dass die Seinen einerseits das Volk meint, aber andererseits auch die Menschen insgesamt. Der Text spricht von Erkennen. Erkennen heisst, das Gegenüber in seiner Ganzheit wahrzunehmen. Jesus wird häufig reduziert auf einen Sozialkritiker, Reformjuden oder einfach einen guten Menschen. Doch Jesus zu erkennen bedeutet, ihn als Gott anzuerkennen.
Um dazuzugehören, kommt man an diesem kleinen Kind in der Krippe nicht vorbei! «Das Kind in der Krippe ist kein anderer als Gott selbst. Grösseres kann nicht gesagt werden» (Dietrich Bonhoeffer). Wer den Selbstanspruch Jesu nicht anerkennt, wird von Gott nicht anerkannt. Für die Neigung des Menschen, nach den eigenen Massstäben zu leben, wird im Neuen Testament häufig das Wort Fleisch gebraucht. «Er, der das Wort ist, wurde Mensch (Fleisch) und lebte unter uns. […]» (Johannes 1,14 NLB). Auch Jesus wurde von der Macht des Bösen herausgefordert, etwas Gutes zum Besten zu machen und davon Sicherheit und Erfüllung zu erhoffen (Matthäus 4,1–11). Sich mehr um Nahrung als um Gottes Worte zu kümmern. Sich mehr um eigenen Schutz, anstatt um Gehorsam Gott gegenüber, zu kümmern. Besitz und Reichtum dieser Welt inkl. dem Machthaber der Welt anzubeten, anstatt Gott. Doch Jesus Christus entschied sich in alledem, seine Sicherheit und Erfüllung von Gott abhängig zu machen.
Nochmals zu Vers 14: «Er, der das Wort ist, wurde Mensch und lebte (zeltete/wohnte) unter uns. […]» (Johannes 1,14 NLB). In Jesus Christus lebte Gott auf dieser Erde! Wie er im Alten Testament im Zelt und im Tempel unter den Menschen lebte, so wird er auch in Zukunft unter den Menschen wohnen. «[…] Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein» (Offenbarung 21,3 NLB). Wohnen heisst enge Gemeinschaft! Weihnachten ist eine Einbahnstrasse – es führt kein Weg an Jesus vorbei!
Weihnachten – neu geboren werden
Jetzt kommen wir zum Kern des Lebens und der heutigen Predigt. Wie kann ich nun also dazugehören? Dies ist nicht bloss für Menschen, welche sich noch nicht für ein Leben mit Jesus entschieden haben! Um dazuzugehören, braucht es eine Geburt. Jesus sagt: «[…] Ich versichere dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen» (Johannes 3,3 NLB). Die Neugeburt wird im Johannesprolog wie folgt beschrieben: «Всем же, принявшим Его и верующим во имя Его, дал Он право быть чадами Божиими». (Johannes 1,12 NLB). Jesusnachfolger werden als Kinder bezeichnet. Dafür steht ein griechisches Wort, welches gebären/zeugen bedeutet. Dabei liegt aber die Betonung auf der Tatsache der Geburt. Also etwas, was nicht aus sich selbst heraus geschehen kann, sondern was einem geschieht. Vor genau drei Monaten kam unser jüngster Sohn Joel Emanuel zur Welt. Er konnte nichts dazutun, von seiner Zeugung bis zur Geburt. Er gehört aber dazu. Alles, was wir haben, steht auch ihm zu! Doch jetzt kommt der grosse Unterschied zur menschlichen Geburt. «Jesus erwiderte: Ich sage dir: Niemand kommt in das Reich Gottes, der nicht aus Wasser und Geist geboren wird. Menschen können nur menschliches Leben hervorbringen, der Heilige Geist jedoch schenkt neues Leben von Gott her» (Johannes 3,5–6 NLB). Hier steht für menschliches Leben wieder Fleisch. Das göttliche Leben kann eben gerade nicht durch fleischliches Leben gezeugt werden. Daher braucht es eine neue Geburt. Erst dann sind wir in der Lage, unsere Sicherheit und Erfüllung von Gott abhängig zu machen. Nach all dem, was du dich sehnst, wird nie in Erfüllung gehen, wenn du nicht neu geboren wirst. Es ist unsere tiefste Sehnsucht, Erfüllung und Sicherheit zu erhalten. Doch dies kann nur Gott geben.
«Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott» (Johannes 1,13 NLB). Unsere Kinder sind alle einzigartig. Sie entspringen aber alle meiner Frau und mir. Vieles ist in den Genen angelegt, welche sie zu gleichen Teilen von uns erhielten. Es besteht zwar die Möglichkeit auf blonde Haare und blaue Augen. Aber da braune Haare und Augen dominanter sind, ist es eher unwahrscheinlich. Wenn wir neugeboren sind aus dem Heiligen Geist heraus, dann ist alles, was möglich ist oder nicht, von ihm abhängig. Wisst ihr was? Für den Heiligen Geist ist alles möglich! Ein Leben frei von Angstzuständen? Möglich! Ein Leben frei von Minderwertigkeitsgefühlen? Möglich! Ein Leben frei von der Meinung von anderen Menschen? Möglich! Ein Leben frei von Hass, Groll und Wut? Möglich!
Wir haben oftmals so tiefe Ansprüche an unser Leben mit Jesus! Wir erhoffen uns ein Leben, welches ein bisschen besser ist. Aber Jesus möchte uns ein Leben in Fülle schenken. Viele geben sich mit wenig zufrieden. Wenn wir auf Jesus vertrauen, vertrauen wir auf den, welcher von Beginn an bis zum Ende alles im Griff hat und als Sieger aus der Geschichte herausgeht! Wir erreichen dies nicht aus menschlichen Anstrengungen, aber viele, welche mit Jesus unterwegs sind, strengen sich dennoch dafür an, menschliche Dinge zu erreichen. «Er, der das Wort ist, wurde Mensch und lebte unter uns. Er war voll Gnade und Wahrheit, und wir wurden Zeugen seiner Herrlichkeit, der Herrlichkeit, die der Vater ihm, seinem einzigen Sohn, gegeben hat» (Johannes 1,14 NLB). Entweder hat dies, was über Jesus gesagt wird, Bestand oder nicht. Entweder Jesus Christus war voller Gnade und Wahrheit oder nicht.
Jesus ist der einzige Sohn Gottes. Das griechische Wort dahinter beschreibt die Beziehung zwischen Jesus und Gott. Dabei wird deutlich, dass Jesus Christus ausdrücklich Sohn Gottes genannt wird. Weil er der einzige Sohn ist, ist dies der höchste Beweis der Liebe Gottes zur Welt. «Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat» (Johannes 3,16 NLB). Jesus ist Sohn im Sinn der Abstammung mit Betonung der Würde. Im Gegensatz dazu werden die Jesusnachfolger als Kinder bezeichnet, mit Betonung auf der Geburt.
«Бог не пожалел даже собственного Сына, но отдал Его за всех нас. И если Бог дал нам Христа, то не даст ли Он вместе с Ним и все остальное?» (Römer 8,32 NLB). Wenn wir dies nicht erkannt haben, werden wir immer wieder in der Gefahr stehen, unserem fleischlichen Wünschen nachzugehen und etwas Gutes zum Besten zu machen. Ich wählte bewusst erkannt. Erkennen im biblischen Sinn beinhaltet das Wahrnehmen des Gegenübers bis hin zur sexuellen Erfahrung. Es ist nicht nur ein Gefühl, kognitiv, sondern an unserem Leib erfahrbar. Dafür brauchen wir den Heiligen Geist.
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