Date 12. avril 2026 | Prédicateur/trice :
série : | Tex­te bibli­que : Genè­se 1:4–5
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Gott hat sei­ne Schöp­fung – inklu­si­ve uns Men­schen – in einen Rhyth­mus ein­ge­bet­tet. Wenn wir die­sen Zyklen Beach­tung schen­ken, kön­nen wir unse­ren Kör­per, unser Gedächt­nis, unse­re Emo­tio­nen und unse­ren Geist stär­ken. Ein Leben, das Leben her­vor­bringt, besteht nicht nur aus Akti­vi­tät oder nur aus Ruhe, son­dern aus einem aus­ge­wo­ge­nen Zusam­men­spiel bei­der Ele­men­te. Wir neh­men Jesus als Vor­bild: Der pro­duk­tivs­te Mensch der Geschich­te hat sich immer wie­der Zei­ten der Rege­ne­ra­ti­on genom­men. Ruhe und stil­le Zeit mit Gott sind pro­duk­tiv, auch wenn es auf den ers­ten Blick nicht so erscheint.


«Er (Gott) trenn­te Licht und Fins­ter­nis von­ein­an­der und nann­te das Licht ‚Tag‘ und die Fins­ter­nis ‚Nacht‘. Es wur­de Abend und es wur­de Mor­gen, das war der ers­te Tag» (1. Mose 1,4–5 NGÜ).

Die erste grundlegende Ordnung der Schöpfung ist der Rhythmus

Jeden Tag erle­ben wir die­sen Rhyth­mus. Über­all in Got­tes Schöp­fung sehen wir Zyklen – im gro­ßen Welt­all eben­so wie im mikro­sko­pi­schen Bereich. Vie­le Zel­len besit­zen eine inne­re Uhr mit einem zir­ka­dia­nen Rhyth­mus. Muskel‑, Ner­ven- und Immun­zel­len sen­den rhyth­mi­sche Kal­zi­um­im­pul­se. Im Wei­te­ren der bekann­tes­te und für den Men­schen lebens­wich­tigs­te Herz­rhyth­mus. Das Letz­te, was man sehen möch­te, ist, wenn die­ser ver­schwin­det. Das Herz mit sei­nem Rhyth­mus ist ein wah­rer Lebens­spen­der.

Im Aus­dau­er­sport trai­niert man sein Herz und die Mus­keln zur Höchst­leis­tung. Genau das woll­te ich vor zwei Jah­ren errei­chen, als ich einen Start­platz an einem Rad­ma­ra­thon erhal­ten hat­te. Mein Ziel war eine kon­ti­nu­ier­li­che Leis­tungs­stei­ge­rung mit dem Peak am Eventtag.

Ein zerstörender Rhythmus 

 In den ers­ten drei Mona­ten ver­zeich­ne­te ich eine Leis­tungs­stei­ge­rung, doch trotz inten­si­ve­rem Trai­ning folg­te anschlies­send ein Leis­tungs­ein­bruch. Was habe ich falsch gemacht? Das Trai­ning selbst war nicht falsch – aber ich habe mei­nem Kör­per nicht die not­wen­di­ge Ruhe gege­ben. Die Ruhe­zei­ten waren zu kurz. Mein Rhyth­mus war nicht abge­stimmt. Der Kör­per braucht Sti­mu­la­ti­on, doch das Wachs­tum ent­steht in der Ruhezeit.

Mein Feh­ler war, dass ich nicht auf mei­nen Kör­per gehört habe. In mei­ner Kind­heit habe ich nie gelernt, auf die Signa­le mei­nes Kör­pers zu ach­ten. In mei­nem Eltern­haus war das kei­ne Opti­on. Wir hat­ten eine eige­ne Bäcke­rei. Die Kun­den kamen mor­gens um sie­ben nicht in den Laden, um zu fra­gen, wie es dem Bäcker geht – sie kamen, um ihre Gip­feli oder Bro­te zu kaufen.

Mein Vater wuss­te das. Des­halb hat er trotz schlech­ter Gesund­heit immer wei­ter­ge­ar­bei­tet. Krank­heit oder Fie­ber wur­den ein­fach igno­riert, und er kämpf­te sich durch. Soweit ich mich erin­ne­re, ist mein Vater nur drei Mal am Mor­gen nicht zur Arbeit erschie­nen – und jedes die­ser drei Male hat­te er einen Herz­in­farkt. Auf den Kör­per zu hören war kei­ne Option.

Das ist etwas, das ich von mei­nen Eltern über­nom­men habe. Und ich bin immer noch dabei zu ler­nen, wie man auf sei­nen Kör­per hört. Dar­um habe ich mir eine Sport­uhr gekauft.

Auch als gelern­ter Nutz­fahr­zeug­me­cha­ni­ker muss­te ich ler­nen, dass mein Kör­per nicht mit einer Maschi­ne ver­gleich­bar ist. Mecha­nik ist mecha­nisch – Leben ist orga­nisch und dyna­misch. Gott hat sei­ner Schöpfung einen Rhyth­mus gegeben. 

Mein Leis­tungs­ab­fall war auf zwei grund­le­gen­de Feh­ler zurück­zu­füh­ren. Der ers­te bestand dar­in, nicht auf mei­nen Kör­per zu hören und dadurch aus mei­nem Wachs­tums­rhyth­mus zu gera­ten. Der zwei­te Feh­ler war, dass ich auf einen fünf­und­zwan­zig­jäh­ri­gen You­Tuber hör­te – ein Pro­fi und Aus­nah­me­ta­lent mit schein­bar end­lo­ser Ener­gie. Sei­ne Tipps waren nicht für Sport­ler in mei­nem Alter geeig­net; davon hat­te er kei­ne Ahnung.

Im Leben ist es ent­schei­dend, auf wen und was wir hören. Wir lie­gen dann rich­tig, wenn wir auf Men­schen schau­en, die ähn­li­che Schwie­rig­kei­ten erlebt haben wie wir.

Die Bibel berich­tet von einer Per­son die uns sehr ähn­lich war:

«Jesus ist ja nicht ein Hoher­pries­ter, der uns in unse­rer Schwach­heit nicht ver­ste­hen könn­te. Viel­mehr war er – genau wie wir – Ver­su­chun­gen aller Art aus­ge­setzt, aller­dings mit dem ent­schei­den­den Unter­schied, dass er ohne Sün­de blieb» (Hebrä­er 4,15 NGÜ).

«Weil nun aber alle die­se Kin­der Geschöpfe aus Fleisch und Blut sind, ist auch er ein Mensch von Fleisch und Blut gewor­den» (Hebrä­er 2,14 NGÜ).

Jesus hat den Lebensspenden Rhythmus vorgelebt 

Der körperliche Rhythmus

Jesus war ein Mensch und muss­te sich – wie wir – körper­lich erho­len. Im Johan­nes­evan­ge­li­um wird davon berich­tet. «Müde von der Rei­se hat­te sich Jesus an den Brun­nen gesetzt» (Johan­nes 4,6 NGÜ).

Jesus brauch­te Erho­lung wie wir, und wir wis­sen auch, dass er Schlaf benö­tig­te. In der Bibel fin­den wir zwar kei­ne Hin­wei­se dar­auf, zu wel­cher Uhr­zeit er übli­cher­wei­se schla­fen ging, doch dass er schlief, wird ein­deu­tig berichtet.

«Jesus aber schlief im hin­te­ren Teil des Boo­tes auf einem Kis­sen» (Mar­kus 4,38NGÜ).

 Nicht so cool für die Jün­ger, die völ­lig gestresst waren und um ihr Leben fürchteten.

Der emotionale Rhythmus 

 Als Jesus hör­te, dass Hero­des Johan­nes den Täu­fer ent­haup­tet hat­te, zog er sich bewusst zurück. Er brauch­te eine emo­tio­na­le Pau­se, um die Trau­er zu ver­ar­bei­ten, und nahm sich Zeit, zur Ruhe zu kommen.

«Als Jesus das hörte, zog er sich zurück; er fuhr mit dem Boot an einen ein­sa­men Ort, um allein zu sein» (Mat­thä­us 14,13 NGÜ).

Er brauch­te die­se Zeit, um die Nach­richt emo­tio­nal zu ver­ar­bei­ten. Weil er sich die­se Zeit genom­men hat­te, war er wie­der bereit, Gefüh­le zuzu­las­sen. Bereits einen Vers spä­ter lesen wir:

«Als Jesus aus dem Boot stieg und die vie­len Men­schen sah, ergriff ihn tie­fes Mit­ge­fühl, und er heil­te die Kran­ken» (Mat­thä­us 14,14 NGÜ).

Wow – Jesus heil­te die Men­schen, weil er ihr Leid fühl­te. Er hat­te sich eine Pau­se genom­men, und gera­de des­halb war er wie­der fähig zu füh­len. Die Ver­su­chung ist gross, sich die­se Zeit nicht zu neh­men. Wenn wir nicht inves­tie­ren, unse­re eige­nen Emo­tio­nen wahr­zu­neh­men, wer­den sie immer fla­cher. Wir spü­ren sie weni­ger und weni­ger, und unser Herz beginnt, emo­tio­nal zu verhärten. 

Der mentale Rhythmus

Jesus leg­te auch men­ta­le Pau­sen ein. Zwar fin­den wir in der Bibel kei­ne Stel­len, die das aus­drück­lich so benen­nen, doch in meh­re­ren Pas­sa­gen sehen wir, dass er sich nach lan­gen Pha­sen inten­si­ven Leh­rens zurück­zog. Und allein schon die Tat­sa­che, dass er ein Mensch war wie wir, zeigt uns, dass auch er men­ta­le Erho­lung brauchte.

«Er ein Mensch von Fleisch und Blut gewor­den» (Hebrä­er 2,14 NGÜ).

Der geistliche Rhythmus

 Jesu Wun­der und Hei­lun­gen waren geist­li­che Hand­lun­gen – gewis­ser­mas­sen geist­li­che Arbeit. Und immer wie­der sehen wir, dass er sich nach sol­chen Momen­ten der Kraft und Hin­ga­be Zeit der Ruhe gönnte.

«Früh am Mor­gen, als es noch völlig dun­kel war, stand Jesus auf, ver­liess ´das Haus« und ging an einen ein­sa­men Ort, um dort zu beten» (Mar­kus 1,35 NGÜ).

Am Vor­abend des erwähn­ten Bibel­tex­tes hat­te Jesus einen Hei­lungs­dienst. Obwohl er sich durch den Schlaf kör­per­lich erholt hat­te, such­te er den­noch das Gebet. Schlaf stärkt den Kör­per, doch Jesus wuss­te, dass er zusätz­lich geist­li­che Kraft brauch­te – Kraft, die aus erhol­sa­mem und erneu­ern­dem Gebet kommt.

Jesus war der gefrag­tes­te Mensch in Judäa, in Gali­läa und sogar dar­über hin­aus – gefrag­ter als ein CEO oder Prä­si­dent. Und doch liess er sich nicht aus­bren­nen. Er leb­te in einem kör­per­li­chen, men­ta­len und geist­li­chen Rhyth­mus von Arbeit und Erho­lung. Er nahm sich auch Zeit für sei­ne Gefüh­le, gönn­te sich emo­tio­na­le Pau­sen und spür­te sei­ne inne­ren Regun­gen bewusst.

Ein Lebensspendender Rhythmus Leben 

 Ein erfüll­tes Leben ist an einen lebens­brin­gen­den Rhyth­mus geknüpft – einen Tages­rhyth­mus, Wochen­rhyth­mus, Jah­res­rhyth­mus und sogar einen Lebens­rhyth­mus. Die­se Rhyth­men beinhal­ten Zei­ten der Arbeit und Zei­ten rege­ne­ra­ti­ver Ruhe. Ruhe ist nicht unproduktiv.

Was heisst das nun prak­tisch für unse­ren geist­li­chen All­tag? Ein Leben, das Leben her­vor­bringt, besteht nicht nur aus Akti­vi­tät und nicht nur aus Ruhe, son­dern aus einem abge­stimm­ten Rhyth­mus von bei­dem.

Ein Leben als Christ bedeu­tet nicht, ein­fach nur zu war­ten, bis Gott uns in den Him­mel holt. Und es bedeu­tet auch nicht, unun­ter­bro­chen zu arbei­ten, weil wir „im Him­mel ja aus­ru­hen kön­nen“. Viel­mehr lebt ein Christ in einem abwech­seln­den Rhyth­mus, der Leben her­vor­bringt – weil Gott selbst das Leben so geschaf­fen hat.

Der All­tag ist nicht immer ein­fach; Schwie­rig­kei­ten begeg­nen uns immer wie­der. Doch Gott führt uns durch die­se Her­aus­for­de­run­gen hin­durch, und gera­de sie machen uns stär­ker. Unse­re Hoff­nung wächst – für Gros­ses und für noch Grösseres. 

«Wir freu­en uns auch über die Nöte, die wir jetzt durch­ma­chen. Denn wir wis­sen, dass Not uns lehrt durch­zu­hal­ten, und wer gelernt hat durch­zu­hal­ten, ist bewährt, und bewährt zu sein fes­tigt die Hoff­nung. Und in unse­rer Hoff­nung wer­den wir nicht ent­täuscht. Denn Gott hat uns den Hei­li­gen Geist gege­ben und hat unser Herz durch ihn mit der Gewiss­heit erfüllt, dass er uns liebt» (Römer 5,3–5 NGÜ).

Geduld formt Cha­rak­ter­stär­ke, und Cha­rak­ter­stär­ke bringt Hoff­nung her­vor. Wir durch­lau­fen immer wie­der sol­che Zyklen, durch die wir mehr und mehr gefes­tigt wer­den. Arbei­ten und Schwie­rig­kei­ten sind teil unse­res Lebens und dabei neh­men wir Jesus als Vor­bild: Der pro­duk­tivs­te Mensch der Geschich­te hat sich immer wie­der Zei­ten der Rege­ne­ra­ti­on genom­men. Ruhe und stil­le Zeit mit Gott sind pro­duk­tiv, auch wenn es auf den ers­ten Blick nicht so erscheint.

 

 

Questions possibles pour le petit groupe

  1. Ten­dierst du aktiv zu sein oder gönnst du dir lie­ber Erholung?
  2. Was denkst du, wenn du liest „Seid Stille“?
  3. Was fühlst du, wenn du liest „Seid Stille“?
  4. Wenn du sehr beschäf­tigt bist, hast du manch­mal Schuld­ge­füh­le, wenn du dir Zeit der Stil­le nimmst?
  5. Wo siehst du Got­tes Rhyth­mus in der Natur, wo im Menschen?
  6. Bewegst du dich in einem lebens­brin­gen­den Rhyth­mus? In wel­chen Berei­chen und in wel­chen Berei­chen nicht? Kör­per, Men­tal, Emo­tio­nal, Geistlich?