Matthias Altwegg

Seni­or Pas­tor der see­tal chi­le

Gideon legt zweimal das Vlies aus und erfährt die Bestätigung, dass Gott ihm den Sieg gegen Midian geben will. Sein Heer besteht aus 32'000 Männer, die aber auf 300 reduziert werden. Gott will nicht, dass sich die Israeliten damit brüsten, dass sie sich aus eigener Kraft gerettet hätten. In der Schlacht spielen Posaunen, Tonkrüge und Fackeln eine Rolle. Damit wird dargestellt, dass Gott in der Mitte seines Volkes war. Der Sieg wurde nur durch Ihn errungen. Die Predigt gibt starke…
Das Volk Israel erlebte wenige Jahre nach ihrem Einzug ins Verheissene Land eine sehr schwierige Zeit. Über einen Zeitraum von sieben Jahren wurden sie von den Midianitern geplündert und gebrandschatzt. Um das Volk aus dem Elend hinauszuführen, beruft Gott den ängstlichen Gideon aus seinem Versteck heraus und spricht ihn ausgerechnet als «Held» an. Wenn Gott in eine Situation eingreifen will, beruft er oft normale Menschen, die sich schwach fühlen. Ein Angsthase gepaart mit Gottes Kraft ergibt einen Helden. Manchmal hört…
König Hiskia hatte ein äusserst schwieriges Erbe zu tragen. Sein Vater tat alles, was der HERR verboten hatte. Hiskia löste sich von seiner Familiengeschichte und bezog eine eigene Position. Er verbrannte alle Götzen und Utensilien des Götzendienstes im Kidrontal und führte den Gottesdienst wieder ein. Bezeichnend für Hiskia ist sein Vertrauen zu Gott. Dadurch hatte er Erfolg, in allem, was er tat. Als er todkrank war, schenkt Gott ihm zusätzliche 15 Lebensjahre. Die bekamen ihm nicht gut. Er überschätzte sich…
Jonatan ist ein Mann – im Gegensatz zu seinem Vater König Saul – der durch seinen Glauben Gottes Träume lebt. Im Angesicht einer gewaltigen Übermacht trifft er den Entscheid, Gottes Ziele zu verfolgen. Jonatan macht deutlich, dass Initiative und Risikobereitschaft geistlich wertvolle und notwendige Eigenschaften sind. Seine Überzeugung lautet: «Es ist dem HERRN nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen» (1Samuel 14,6). Eindrücklich erlebte Jonatan dies zusammen mit seinem loyalen Waffenträger. Um 1000 vor Christus hatten israelitische Stämme Saul…
Agur ist ein weiser Mann mit hoher Selbsterkenntnis und Selbstwahrnehmung. Er weiss um seine Schwachstellen und Versuchungen: Falschheit und Lügen sowie zu viel oder zu wenig haben. Er betet zu Gott, dass Er dies von ihm fernhalte. Im Grunde genommen betet er um Echtheit, um Wahrheit und um einen Lebensstil von Zufriedenheit und Genügsamkeit. Das sind die Voraussetzungen, die er braucht, damit er aus einer gesunden Beziehung mit Gott herausleben kann. Wie du und ich. Unser ganzes Wirtschaftssystem ist auf…
Verzärtelung durch den Vater, Ablehnung und Verrat der rachsüchtigen Brüder, all die Ungerechtigkeiten in Ägypten – Josef scheint für eine Opferrolle prädestiniert zu sein. Wie kann jemand eine solche Vergangenheit bewältigen? Der Schlüssel dazu war der Verzicht, in Gottes Rolle zu schlüpfen, das Vertrauen in Gottes Güte und der Wunsch sein Leben zur Ehre Gottes zu führen. Unsere Gefängnisse sind voll von Menschen, die bei genauerer Betrachtung eine schlimme Kindheit mit traurigen Erlebnissen erfahren haben. Ein Vater, der immer wieder…
Wir können nicht beeinflussen, was MIT uns passiert aber wir können beeinflussen, was IN uns passiert. Josef konnte mit knapp 40 Jahren eine überaus positive (Zwischen-) Bilanz über sein Leben ziehen. Und dies, obwohl er schlechte Startbedingungen für sein Leben hatte. In langen 22 Jahren lernte er Ausdauer, das Leid umarmen und hoffnungsvoll nach vorne zu blicken. Dadurch wurde er zu einem Mann geformt, der das Leben vieler Menschen rettete. Manche Menschen finden trotz vielen Widerständen und Krisen zur Verwirklichung…
Auf seinem bisherigen Weg hat Josef in Sachen Charakter und Gottesfurcht schon sehr viel gelernt. Nun zeigen sich erste Erfolge. Von einem Minister Pharaos wird er als persönlicher Diener eingestellt. Alles läuft super. Dennoch geht es nochmals abwärts. Völlig zu Unrecht wird er ins Gefängnis geworfen und dort vergessen. Doch letztlich wächst er dadurch noch mehr in seine Bestimmung hinein. Er lernt zwei wesentliche Dinge: das Vertrauen allein auf Gott zu setzen und von sich wegzuschauen. Joseph war der Lieblingssohn…
Seine Brüder warfen Josef in einen Brunnen. Dort sass er voller Angst und ohne Zukunftsaussichten. Doch Gott zog im Hintergrund bereits die Fäden. Josef sagt später: «Gott hat alles Böse, das ihr geplant habt, zum Guten gewendet. Auf diese Weise wollte er das Leben vieler Menschen retten» (1Mose 50,20 NL). Wir sind es schlichtweg nicht mehr gewohnt, mit Schmerz, Leid und Tod umzugehen. Dabei ist es der Weg, auf dem Gott uns formt und zu Salz und Licht auf dieser…
Josef hatte bereits mit 17 Jahren Träume, die tatsächlich dreizehn Jahre später in Erfüllung gehen sollten. Von seinen Träumen bis zu seiner Bestimmung gab es viele Tests und Herausforderungen zu bestehen. Einer davon war der Stolztest. Gott half ihm dabei, ein demütiger Mensch zu werden.   Von der ersten Begegnung zwischen Jakob und Rahel wusste er: für diese Frau bin ich bereit, alles zu geben! Laban, der Vater von Rahel, wusste dies zu nutzen und liess ihn sieben Jahre für…
Als Abraham seinen langersehnten und geliebten Sohn Isaak opfern soll, wird sein Vertrauen in Gott arg auf die Probe gestellt. Abraham besteht diese Prüfung, weil er darauf vertraut, dass Gott gut ist und Wege bereithält, von denen er noch gar nichts weiss. Gott sucht heute keine dinghaften Opfer mehr, sondern unser ungeteiltes Herz. Abraham hatte Ehrfurcht vor Gott. Das ist die Bedingung, um auch dann gehorsam zu sein, wenn es zum eigenen Nachteil scheint. Die Folge davon ist der Segen…
Es scheint so, wie wenn Lot keinen ethischen Kompass gehabt hätte, sich einfach dahintreiben liess und den Weg des geringsten Widerstandes einschlug. Dementsprechend gleicht sein Leben einer Serie von Unglücksfällen. Wie können wir in unserem Leben weise und nachhaltige Entscheidungen treffen? Trotz allem geht Lot als «gerechter Mann» in die Geschichte ein. Das hat viel mit dem Gebet seines Onkels Abraham zu tun. Bei Lot, dem Neffen von Abraham, war vieles nicht im Lot. Es gibt aber kein Beispiel, das…
Die Eltern Adam und Eva gaben ihrem zweiten Sohn den Namen Abel, was Hauch oder Nichtigkeit bedeutet. Das wurde ihm durch seinen Namen immer wieder zugesprochen. Worte haben Macht. Abel wurde trotz seines kurzen Lebens zum ersten Vorbild des Glaubens (Hebräer 11,4). Im Unterschied zu Kain opferte er Gott das Erste und Beste. In der Bergpredigt nimmt Jesus Abel in die Pflicht. Falls er gemerkt hat, dass Kain etwas gegen ihn hat, hätte er auf ihn zugehen und das Problem…
Warum gibt es in dieser Welt so viel Ungerechtigkeit? Oder ist Gott gar ungerecht? Kain empfand sich gegenüber seinem Bruder Abel zurückgesetzt und unbeachtet. Tief gekränkt und vom Neid angefressen liess er der Gewalt den freien Lauf und tötete seinen Bruder. Dabei hatte Gott ihm einen besseren Umgang mit seinen negativen Gefühlen gezeigt. Dennoch eröffnete Gott Kain eine zweite Chance. Er soll leben, als Gezeichneter zwar, aber leben.   Sei uns gnädig, Herr. Wieso trifft einen Menschen die Diagnose einer…
Saul wurde als erster König über Israel gesalbt. Als Ausrüstung dazu kam der Geist Gottes über ihn. Er wurde beGEISTert. Der Geist bewirkte, dass er prophetisch redete, in einen anderen Menschen verwandelt und von Gott geführt wurde. Durch Ungehorsam Gott gegenüber wurde er entGEISTert, der HERR wandte sich von ihm ab, was letztlich in einem Suizid endete. Wir können viel aus dieser Geschichte für unser Leben mit dem Heiligen Geist lernen. Ein Advokat (wörtlich der Herbeigerufene) ist ein Rechtsanwalt oder…
Hagar musste als Sklavin für Sarah, die Ehefrau von Abraham, einspringen, weil diese keine Kinder kriegte. Als sie schwanger war, führten die beiden Frauen einen Zickenkrieg, so dass Hagar in die Wüste floh. Dort begegnete sie einem Engel, der ihr befahl, sich zu demütigen und zurückzugehen. Hagar nannte den Herrn, der zu ihr gesprochen hatte, El Roi – Gott, der mich (an)sieht. Weil sie von Gott Ansehen bekam, konnte sie in das emotionale Trümmerfeld zurückgehen.   Hast du dir schon…
Juda ist massgeblich am Verkauf seines Bruders Josef nach Ägypten beteiligt. Anschliessend zieht er nach Kanaan hinab. Kanaan steht für die Liebe zu den Versuchungen der Welt. Nachdem er seine sexuellen Bedürfnisse an seiner verkleideten Schwiegertochter Tamar ausgelebt hat, wird er sich seiner Schuld bewusst und kehrt um. Jetzt ist er sogar bereit, sein Leben für seinen Bruder zu lassen. Juda war ein Bruder von Joseph, der dafür gesorgt hat, dass dieser in die Sklaverei nach Ägypten verkauft wurde (1Mose…
Eva wurde im Garten Eden von der Schlange auf drei Ebenen versucht: Habgier, Geiz und Protz. Es sind die gleichen Versuchungen, die uns heute noch begegnen und scheinbar die treffende Antwort auf unsere Sehnsucht nach Glück sind. Das Resultat ist letztlich Scham und Defizit. Glücklich werden Menschen nicht durch äussere Dinge, sondern in der Liebe zu Gott und im Dasein für andere Menschen. Hans hatte seinem Chef sieben Jahre treu gedient und erhielt als Lohn einen Klumpen Gold, der so…
Als im Garten Eden die Schlange die Menschen versuchte, stand Adam still und passiv neben seiner Frau. Dieses Muster wiederholte sich im Laufe der Zeit millionenfach. Viele Männer schotten sich ab, wenn es unübersichtlich oder bedrohlich wird. Der zweite Adam, Jesus Christus, verändert die Vorzeichen völlig.   Wir befinden uns in schönster Idylle im Garten Eden. Kürzlich habe ich ein Bild fotografiert, auf dem neben einer prächtigen Landschaft folgender Text aufgedruckt war: «Eden im Thurgau – die Thurgauer Landschaft als…
Der auferstandene Jesus begegnet Maria am leeren Grab als Gärtner. Gott ist für uns wie ein Gärtner. Er versteht es, karges Land in einen blühenden Garten zu verwandeln. Ostern macht aus einem Karfreitag der Trauer einen Good Friday, aus einer Trauergeschichte eine Hoffnungsgeschichte. Wenn auf einer Überbauung die Häuser stehen und die ersten Leute ihre Wohnungen beziehen, ist die Umgebung noch braun, dreckig und trist. Als letzter Berufsmann kommt der Gärtner und nimmt sich dieser Tristesse an, gestaltet einen Garten,…
Elisa und sein Diener erleben angesichts einer feindlichen Armee eine Geschichte des Sehens bzw. Nicht-Sehens. Durch ein Gebet von Elisa wurde bei Gehasi der Blick in die unsichtbare geistliche Wirklichkeit freigeschaltet. Dadurch verlor er jegliche Angst, weil er die Heere Gottes sah, die den weltlichen Gefahren weitaus überlegen sind. Schon in den Autofahrlernstunden wurde uns beigebracht, dass wir dorthin fahren, wo wir hinschauen. Wenn wir auf den Baum in der Kurve schauen, besteht grosse Gefahr einer Kollision. Deshalb ist im…
Wer auf Jesus hört und danach handelt, ist wie ein Mann, der sein Haus auf Felsen baut. Wer hingegen nur hört und nicht handelt, dessen Leben versandet. Ein Jünger reagiert auf die Aufforderung von Jesus, ihm nachzufolgen, und setzt nun alles daran, das ganze Leben mit ihm zu teilen und so zu werden wie er. «Jünger» ist eine andere Bezeichnung für den Menschen, der ein felsiges Fundament hat. Kleingruppen sind das Trainingszentrum auf dem Weg zum Jünger. Der französische Christ…

Der Jünger

08 März 2020
Was ist ein Jünger? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, befassen wir uns mit dem Ursprung aller Jüngerschaft, dem Rabbinertum im jüdischen Galiläa. Das ist Jüngerschaft: Ich reagiere auf die Aufforderung von Jesus, ihm nachzufolgen, und setze nun alles daran, das ganze Leben mit ihm zu teilen und so zu werden wie er. Der Jünger ist ein Lehrling oder ein Azubi Jesu.   «Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern» (Matthäus 28,19 NL). Vor dieser…
Ansgar Gmür war Direktor des Hauseigentümerverbandes, Tenor, Bauchredner und knallharter Geschäftsmann. Nun will er Pfarrer werden. Gmür wurde als siebtes von acht Kindern in eine Bergbauernfamilie in Amden geboren. Seine Mutter starb, als er elf war. Unter dem gestrengen Vater musste er hart arbeiten und hatte nur ein paar löchrige Schuhe. Noch mit 27 war er untergewichtig und seine Ärztin wollte ihm nicht glauben, dass er nicht genug Geld fürs Essen hatte. Aber Gmür holte nach der Laborantenlehre die Matur nach…
Samuel war vor ca. 3000 Jahren Priester, Prophet und Hauptmann in Israel. In seinen jungen Jahren lernte er auf Gott zu hören und ihm zu gehorchen. Seine Erfahrung drückt er mit folgenden Worten gegenüber König Saul aus: «Ihm zu gehorchen ist sehr viel besser als ein Opfer darzubringen, auf ihn zu hören ist besser als das Fett von Widdern» (1Samuel 15,22). Was ist ein Leben im Hören und Gehorchen im Gegensatz zu einem Leben mit Opfergaben?   Die herausragende Bedeutung…

Das teure Wort

16 Februar 2020
Samuel wurde in eine Zeit hineingeboren, in der das Wort Gottes «teuer» war. Völlig unbeholfen und ahnungslos begann er, auf das Reden Gottes zu hören. Demütig gehorchte er seinem Gott und wurde so zum Priester, Propheten und Hauptmann in einer Person, wie es seit Mose keinen mehr gab. Aus seinem Erleben können wir sehr viel für unsere eigene Kommunikation mit Gott lernen. Wenn wir auf Ihn hören und Ihm gehorchen, werden wir gesegnet und zum Segen für andere!   Als…
In unseren Grundlagenpapieren wird der Auftrag der seetal chile mit den Worten Sammlung, Stärkung und Sendung umschrieben. Entsprechend dazu besteht das Visionsbild eines Dorfes. Nun ist uns aufgefallen, dass die Dimension der Sendung auf dem Bild gänzlich fehlt und auch in unserer Gemeindekultur wenig betont wird. Wir glauben, dass wir an einem Punkt angelangt sind, in der wir die Sendung vermehrt ins Visier nehmen und das Visionsbild entsprechend erneuern sollten. «Wenn das Salz auf das Fleisch, auf den Fisch kommt,…
«Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein» (nach 1. Mose 12,2). Diese Zusage von Gott erhielt Abraham, der Vater vieler Völker. Von ihm forderte Gott einen unglaublichen Aufbruch: Er soll seine Heimat verlassen, wo er bereits 75 Jahre lang verwurzelt war. Als ein von Gott gesegneter Mann soll er für viele andere Menschen und Völker zum Segen werden. Im Leben Abrahams und vieler weiterer Personen entdecken wir einen roten Faden: Gott spricht Menschen an, segnet sie und…
Eine Gefängniszelle ist ein guter Vergleich für die Adventssituation. Die Tür ist verschlossen und kann nur von aussen geöffnet werden. In Jesus kam Gott als Mensch auf unsere Welt, um uns aus unseren Gefängnissen zu befreien. Die einzige angemessene Reaktion auf die Gnade Gottes, ist die von Maria, wenn sie sagt: «Ich bin die Dienerin des Herrn und beuge mich seinem Willen.»   Am 21. November 1943 schrieb Dietrich Bonhoeffer aus dem Nazi-Gefängnis an seinen Freund Eberhard Bethge: «So eine…
Als im Gleichnis in Lukas 15 der Sohn nach langer Zeit wieder nach Hause kam, beschenkte sein Vater ihn mit einem prächtigen Kleid, einem Fingerring und Schuhen. Zudem schlachtete er das Mastkalb und schmiss ein Fest. Das alles bedeutet, dass der Rückkehrer die Identität eines Sohnes zugesprochen bekam. Väter und Mütter haben ebenfalls die Aufgabe, ihren Kindern Identität zu sprechen und dies auch in ihrer Geschlechtlichkeit. «Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.» Diese Themenserie befasst sich mit…
Auf dem fünften Gebot («Du sollst Vater und Mutter ehren.») liegt eine riesige Verheissung. Die Umsetzung dieser Forderung sieht in jeder Lebensphase anders aus. Doch immer geht es darum, die Stellung von Vater und Mutter zu respektieren, zu achten und zu stärken. Die Bedingung für erwachsene Kinder ist, dass sie Vater und Mutter verlassen haben. Das Ziel ist nicht Unabhängigkeit, sondern sich in Freiheit zugewendete Herzen. «Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.» Dieser Satz von Jeremias Gotthelf,…
Dass Gott sich in der Bibel als Vater vorstellt, gibt den Themen Eltern sein, Erziehung und Kindschaft eine riesige Würde. Gottes väterliche Eigenschaften dürfen wir zuerst persönlich geniessen und dann auch in der Erziehung anwenden. Gottes Erziehungsmodell beschreibt sich mit den Worten Freiheit, Konsequenz und Beziehung. Gottes oberste Priorität ist eine Herzensbeziehung. Die Psychologie sagt, dass das, was du in den ersten sechs Lebensjahren erlebst, dein «Normal» ist. Anders ausgedrückt: Was du im Leben als normal empfindest, ist das, was…
Ein diametral anderer Persönlichkeitstyp als Maria ist Petrus. Er ist ein stark extrovertierter Mensch. Wenn die Gemeinschaft der Jünger Jesu herausgefordert war, reagierte er meistens am schnellsten. Er ist eine innovative, laute Person, die aber immer wieder mal an seiner Unstetigkeit scheitert. Jesus nimmt sich ihm an, verändert ihn und gibt ihm die grosse Verantwortung, der Fels zu sein, auf dem Jesus seine Gemeinde baut. Nach der letzten Predigt wurde mir per Mail folgende Frage gestellt: Was ist Jesus? Intro?…
Die Kirche braucht beide, introvertierte und extrovertierte Menschen, damit sie bedacht Handeln kann! In zwei Predigten geht es um das Zusammenspiel von Menschen mit diesen zwei Persönlichkeitsausrichtungen. Maria, die Mutter Jesu, zeigt ein paar deutlich introvertierte Merkmale. Heute stehen die Introvertierten im Fokus. Sie werden herausgefordert, zu geistlich-emotional reifen Menschen heranzuwachsen. Vor vier Wochen war Debora Sommer bei uns und predigte zum Thema «Vorhang auf für leise Christen». Seit etwa einem Jahr beschäftige ich mich mit diesem Thema und habe…
Wer sich Jesus Christus zuwendet, bekommt eine Wohnung in der himmlischen Heimat! Leider sind die Vorstellungen des Himmels oft so farblos und langweilig, dass viele sich gar nicht auf die ewige Heimat freuen. Diese Predigt liefert motivierende Bilder des Himmels. Was wir über die Zukunft glauben, beeinflusst unser Leben im Hier und Jetzt. Es gibt fast nichts Schöneres als an einem Spätsommertag mit dem Bike durch die Wälder zu streifen und von einem Höhenweg auf den Hallwilersee zu schauen. Diese…
Menschen, die sich als Gäste auf der Erde verstehen und ihre Heimat im Himmel haben, leben erfrischend anders. Das Beispiel von Paulus aus dem Philipperbrief untermauert diese These ausdrücklich. Trotz Gefangenschaft mit offenem Ausgang ist die Grundmelodie seines Lebens Freude, Sorgenfreiheit, Gelassenheit und Freiheit. Von diesem inspirierenden Vorbild wollen wir etwas abschauen.   Wie möchtest du gerne sein? Ich mache dir einen Vorschlag: Dein Herz ist voller Freude, auch wenn es mal ziemlich eng wird im Leben. Du bist ein…
Werner Messmer stand als Unternehmer, Politiker und Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes viele Jahre im Rampenlicht. In einem Gespräch gibt er uns Einblick, wie er in diesen öffentlichen Ämtern sowie in seinem Privatleben mit Gott unterwegs ist. Seine Art, wie er den Glauben lebt, und die Erfahrungen, die er dabei macht, sind sehr ermutigend und inspirierend.
Was macht den Vater im Himmel zum besten Gastgeber? Aufgrund des bekannten Psalm 23 ziehen wir Rückschlüsse auf unsere eigene Gastfreundschaft. Und wir werden einmal mehr darüber staunen wir grosszügig und gut Gott ist.   Unser Jahresthema «Willkommen daheim» meint, dass jeder von uns persönlich beim himmlischen Vater Heimat findet, aber auch, dass wir einander in dieser Welt Gastfreundschaft anbieten. Der katholische Priester Romano Guardini verknüpft diese beiden Stränge miteinander: «Sollen wir aber Gastfreundschaft üben können, so müssen wir den,…
«Vergesst nicht, Fremden Gastfreundschaft zu erweisen, denn auf diese Weise haben einige Engel beherbergt, ohne es zu merken!» (Hebräer 13,2). Das griechische Wort, das in der Bibel für Gastfreundschaft benutzt wird, meint wörtlich die Liebe zum Fremden. Solche Gastfreundschaft ist nicht nur Gastronomie, sondern auch ein geistliches Geschehen.   Rabbi Schmuel von Brysow war einer, der von seiner chassidischen Richtung höchst geachteten Männer. Und er war reich. Eines Tages kam eine grosse Gruppe von Kaufleuten nach Brysow, und zwar kurz…
Jesus fordert seine Nachfolger auf, «die Völker zu Jüngern zu machen». Ein Jünger damals war wie ein Lehrling bei uns vor 70 Jahren. Damals wurde ein Lehrling Teil der Familie des Meisters, er schaute ihm zu und lernte, wie man eine Sache macht, um sie dann selbst zu tun. Um diesen grossen Auftrag auszuführen, sollen Christen gehen, taufen und lehren.   Im Ostschweizer Tagblatt berichtet ein Mann namens Konrad Bösch: «Bald kommt wieder die Zeit, da die Lehrstellen neu besetzt…
Das Buch Rut spricht vom Auszug von Zuhause sowie der Rückkehr. Damit die Witwe Rut in Israel heimisch werden konnte, brauchte sie einen Löser. Boas übernahm diese Funktion. Dadurch bekam sie eine Lebensgrundlage und ewige Hoffnung. Jesus ist unser Erlöser; auch er ermöglicht uns im Haus Gottes eine Heimat. Die heutige Segnung von Noemi G. ist Anlass genug, uns mit der Noomi der Bibel im Buch Ruth zu beschäftigen. Es ist eine Geschichte des Heimkommens. Vorerst allerdings ging’s ab in…
Zuerst müssen wir selbst leben, um dann anderen zum Leben zu verhelfen. Diese Reihenfolge wird uns durch eine Geschichte von Aussätzigen illustriert, die zuerst ihren eigenen Bauch vollschlugen und anschliessend die gute Nachricht weitererzählten. Wir werden im Hause Gottes zu Tisch gebeten. Dort werden wir mit Köstlichkeiten ernährt. Daraufhin sind wir herausgefordert, andere einzuladen. Vor jedem Flug wird einem erklärt, wie man im Notfall mit der Sauerstoffmaske umzugehen hat. Zieh die Maske zu dir herunter. Platziere die Sauerstoffmaske über deinem…
Pfingsten ist aus dem jüdischen Fest Schawuot heraus entstanden, das auch «Fest der Ernte» genannt wird. Deshalb ist es naheliegend, dass Pfingsten wiederum eine Erntezeit einläutet. Durch den Empfang des Heiligen Geistes werden die Nachfolger von Jesus mit einer Kraft ausgerüstet, durch die sie Zeugen für die Sache Jesu bis in die hintersten Winkel der Erde sein können. Dadurch werden Menschen bei Gott heimisch. Willkommen daheim! Als die Israeliten aus der Gefangenschaft auszogen, dauerte es genau sieben Wochen, bis sie…
Jesus fordert seine Begleiter heraus, umzukehren und wie die Kinder zu werden (Matthäus 18,3). So richtig beim himmlischen Vater heimisch zu werden, erfordert einen kindlichen Glauben. Zu einem solchen findet jemand, wenn er die vorherigen Phasen «naiver Glaube» und «komplexer Glaube» hinter sich gelassen hat.   Vor vier Wochen berichtete eine Frau hier im Gottesdienst, wie sie durch schwere Heimsuchungen hindurch zu einem kindlichen Glauben gefunden habe. Kindlich glauben ist ein Zeichen der Reife in der Beziehung zum himmlischen Vater.…
Die Bibel stellt Gott immer wieder als Vater mit vielen guten Eigenschaften vor. Durch diese wollen wir uns herausfordern lassen, ebenfalls in unseren Familien eine gute Vaterschaft zu leben. Trotz allen Bemühungen verpassen wir manches und werden selbst unseren eigenen Anforderungen nicht gerecht. Dies hinterlässt Spuren bei den Kindern. Doch Gott als Vater nimmt sich uns an und schenkt Heilung. Eine Gemeinde veranstaltete einen Glaubenskurs zum Thema «Aufatmen in Gottes Gegenwart». Ein Kursteilnehmer hörte sich alles geduldig an, blieb aber…
Gott hat nicht nur ein Vaterherz, sondern auch ein Mutterherz. Um bei ihm ganz heimisch zu werden, brauchen wir zu beiden Herzen eine grosse Nähe. Die Beziehung zu unserer leiblichen Mutter hat grossen Einfluss auf die Nähe zum Mutterherz Gottes. Erlittene Mutterwunden müssen deshalb versorgt werden und brauchen Heilung.   Kaiser Friedrich II. machte Versuche mit Kindern. Er wollte die allen Menschen gemeinsame Ursprache herausfinden. Er glaubte, sie entdecken zu können, wenn beobachtet werde, in welcher Sprache Kinder zu reden…
Unter dem Begriff «Heimsuchung» verstehen wir einen Schicksalsschlag, der als Prüfung oder Strafe von Gott empfunden wird. In Lukas 19,44 begegnet uns das Wort in der Bibel und meint den Besuch Jesu in Jerusalem, mit dem er die Menschen zum himmlischen Vater nach Hause rufen wollte. Aufgrund von persönlichen Geschichten soll das Potenzial von Heimsuchungen aufgezeigt werden und wie sie uns näher zu Gott bringen können.   Unter «Heimsuchung» verstehen wir laut Wikipedia einen Schicksalsschlag, der als Prüfung oder Strafe…
An Ostern feiern wir die Auferstehung von Jesus Christus. Tod und Auferstehung gehören zum ganz normalen geistlichen Rhythmus eines jeden Jesus-Nachfolgers dazu. Geistliches Wachstum ist nicht zu haben ohne die kleinen oder grösseren Tode, die in jedem Leben auftauchen. Ostern führt uns deutlich vor Augen, dass die Auferstehungskraft Gottes grösser ist als der Tod. Ebenso klar wird uns, dass das Leben aus dem Sterben entsteht. Ein schönes Beispiel dafür ist die Jericho Rose, bei der aus scheinbar totem Gestrüpp durch…
Das Ziel im Leben mit Jesus Christus ist es, beim himmlischen Vater heimischer zu werden. Weggefährten helfen uns dabei. Aaron und Mirjam waren Moses Weggefährten. Dank ihnen wurde Mose zu dem fähigen und reifen Mann, wie wir ihn aus der Bibel kennen. Mein bester Kollege während meiner ‘Techzeit’ war Engadiner und Bergführer. Wenn wir in Buchs im Rheintal während den Vorlesungen aus dem Fenster blickten, schauten wir direkt an die Kreuzberge am Rande des Alpsteins. Für ihn war das oft…
Viele Menschen glauben daran, dass alles gut wird, sobald sie nur den perfekten Partner gefunden haben. Wer die ganze Last seiner Hoffnungen und Sehnsüchte auf den Partner lädt, wird ihn mit seinen Erwartungen erdrücken. Die Geschichte von Jakob, Rahel und Lea illustriert diese Sache und weist uns den Weg zur Freiheit. Schon immer wurde die Sehnsucht der Menschen nach wahrer Liebe besungen und beschrieben, aber in unserer gegenwärtigen Kultur wird dieses Verlangen ins schier Unermessliche gesteigert. Die Bühnen unserer Welt…
Jahrzehntelang wartete Abraham auf den versprochenen Sohn und als er dann endlich kam, sollte er ihn auf einem Berg opfern. Isaaks Opfer lehrte Abraham, Gott mehr zu lieben als seinen Sohn. Es ist auch unser Problem, dass sich erfüllte Träume gerne zu Götzen erheben. Deshalb gilt es, sie immer wieder auf den Altar zu legen. Nur die Dinge können gefahrlos Teil unseres Lebens bleiben, die wirklich keine Götzenfunktion mehr innehaben.. Genau vor zwanzig Jahren schrieb ich an der Abschlussarbeit meiner…
Unsere Berufung ist es, geistlich zu wachsen. Im Glauben wachsen ist gleichbedeutend mit «heimisch werden» im Hause Gottes. In dieser Predigt werden die verschiedenen Wachstumsphasen gezeigt und du wirst motiviert, dich nach der nächsten auszustrecken. Das intensive Nachdenken und Leben mit der Bibel ist der kraftvollste Faktor im geistlichen Wachstum. Die junge Nachbarin von Albert Einstein unterhielt sich auf einer Party mit ihm. Die Frau fragte ihn: «Was genau machen sie beruflich?» Einstein sah sie an und sagte: «Ich widme…
Im Gleichnis von den zwei verlorenen Söhnen stellt sich die Frage, wer dann die Arbeit auf dem Bauernhof tun soll? Offensichtlich hat sich der ältere Bruder vertan, indem er auf dem Acker schuftete wie ein Sklave. Aber nur im Festsaal sitzen, geht ja auch nicht. Jeder Mensch streckt sich nach Liebe, Annahme und Wertschätzung aus. Wenn wir uns diese Dinge durch unser Tun erarbeiten wollen, kommt es schlecht. Wenn wir aber auf dem Fundament von Liebe, Annahmen und Wertschätzung handeln,…
Der ältere Sohn im Gleichnis ist im eigenen Zuhause fremd und lebt eine verbitterte «Waisenkind Mentalität». Der ganze Reichtum des Vaters würde ihm zur Verfügung stehen, doch er nutzt ihn nicht. Wie kann der Wandel von einem solchen Lebensstil zu einer Sohn- bzw. Tochtermentalität und somit zu einem befreiten Christsein geschehen?  Das Zuhause ist der Ort, wo ich bedingungslos angenommen bin und mich so geben kann, wie ich bin. Dort kann ich auch mal einen «Anschiss» zur Schau tragen und…
Diese Predigt verbindet das Jahresthema «Willkommen daheim» mit einer aktuellen Herausforderung im Gemeindeleben, die uns beschäftigt. Und zwar stellen wir uns der Frage, wie wir inspiriert durch die Gastfreundschaft in Gottes Haus, eine umfassende Willkommenskultur für die seetal chile ableiten können. Bei diesem Unterfangen stossen wir im Gleichnis vom Vater mit den zwei verlorenen Söhnen auf starke Impulse.  Immer im Januar führen wir einen sogenannten Visions-Gottesdienst durch. Diese Gottesdienste sollen den Blick nach vorne öffnen. Wir reden darüber, welche geistliche Bedeutung…
Was ist Heimat? Ist Heimat einfach ein Land oder vielleicht sogar nur ein Haus, mit dem wir sentimentale Erinnerungen verbinden? Laut Psalm 91,9 macht die Anwesenheit Gottes einen Ort zur Heimat: «Beim HERRN bin ich geborgen! Ja, bei Gott, dem Höchsten, hast du Heimat gefunden.» In dieser Predigtserie werden wir gemeinsam entdecken, wie man innerlich heimkommen, zu einem erfüllten Leben finden und anderen dabei helfen kann, diese Heimat zu entdecken. Am Sonntagmorgen, als ich als Kind bzw. Jugendlicher noch im…
Ohne persönliche Gottesbegegnung bleibt Weihnachten nur ein Märchen und der persönliche Glaube fad und unattraktiv. Um dies zu ändern, wurde Gott in der Person von Jesus Mensch und machte sich berührbar, sichtbar, hörbar und erfahrbar. Durch eine Gottesbegegnung wird aus Advent ein Adventure! Wenn man das Wort Advent mit den drei Buchstaben u-r-e verlängert, heisst es Adventure (Abenteuer). Unser Jahresthema heisst «Abentüür Gebät». Das Gebet wird dann zu einem Abenteuer, wenn es zu einer Gottesbegegnung kommt, was ja auch der…
Die Reform von König Asa ist eine hilfreiche Illustration, wie wir unsere Tür hoch und die Tor weit machen können, um den König aller Königreich zu empfangen. Diese Predigt ist speziell an Christen gerichtet, deren Glaubensleben lau geworden ist und die sich nach mehr Begeisterung, Ruhe und Frieden durch Jesus Christus sehnen. Die Adventszeit ist passend, um uns auf das Kommen von Jesus vorzubereiten.
Linienbus-Gebete lassen uns erfahren, dass sich Gott verändern lässt. Bei den Heissluftballon-Gebeten erfahren wir selbst eine Veränderung. Auf jeden Fall haben Gebete die Kraft zur Veränderung von Gott, der Welt und uns selbst! Doch bei den Gebeten geht es nicht in erster Linie darum, Probleme zu lösen, sondern die Beziehung zum himmlischen Vater zu vertiefen.
Der Brennende Berg (356,7 m ü. M.) ist eine bewaldete Anhöhe auf der Grenze der saarländischen Städte Saarbrücken und Sulzbach. Er beherbergt ein schwelendes Kohlenflöz, das im 17. Jahrhundert in Brand geriet und noch heute schwelt. Solche Untergrund-Feuer erinnern an etwas, das bei vielen Menschen – auch bei mir selbst – zu sehen ist: ein schwelendes Innenleben, das man schwer ersticken kann und immer wieder mal ausbricht. Jesus Christus ist in der Lage, uns von unseren Verletzungen, Festlegungen und Prägungen…
Auf der Suche nach Liebe und Freiheit Sie lebte in der Welt der Schönen und Reichen und hatte eine eigene Agentur für Promotion und Styling. Tina stand gerne vor der Kamera und kreierte ihre eigene Welt «World of Venus» mit Pin-Up-Kalendern und VIP-Events. Als Glamour Girl pflegte sie ihr Image als «Liebesgöttin». Tina Schmidt erzählt aus ihrem Leben: «Ich fühlte mich nur geliebt, wenn ich begehrt wurde. Ich dachte, ich würde sterben ohne Sex. Erst eine ganz andere Art von…
Das Buch Hiob ermöglicht uns einen tiefen Einblick in das Böse, wer dahinter steht und wie es wirkt. Sehr eindrücklich lebt Hiob vor, wie wir uns in dunklen Zeiten verhalten können, um nicht eine Beute des Bösen zu werden. Durch sein Festhalten am Erlöser («Und doch weiss ich, dass mein Erlöser lebt und auf dieser Erde das letzte Wort haben wird.») wurde sein Glaube auf ein höheres Niveau gehoben und er wurde auf beeindruckende Weise gesegnet.
Jesus wurde in den Bereichen Beliebtheit, Besitz und Macht vom Versucher geprüft. Es sind die drei Bereiche, die starke Motoren auch in unserem Leben sind. Zusammen mit Angst bildet sich daraus eine Negativspirale: Man hat nie genug. Die drei evangelischen Räte (Keuschheit, Armut und Gehorsam) sind gewissermassen die Bremsen, die einen guten kreativen Umgang mit diesen inneren Kräften möglich machen.
Es gibt Versuchung in Form von Prüfung und Versuchung in Form von Verführung. Mit der sechsten Bitte im Unser-Vater-Gebet beten wir Gott, dass wir nicht in Versuchung hineingeraten, nicht in ihre Falle tappen. Bei dieser Bitte geht es nicht um eine Optimierung unserer Moral, sondern um das Erreichen des Ziels - das Sein bei Gott.
Brauchen wir die Vergebung wirklich wie das tägliche Brot? Mit dem Gleichnis vom Pharisäer und dem Steuereintreiber, die gemeinsam im Tempel beten, zeigt Jesus, dass es zwei Sorten von Menschen gibt, nämlich solche, die wissen, dass sie Sünder sind, und solche, die es nicht wissen. Dabei wäre das Erkennen der eigenen Anfälligkeit für Sünde doch der Schlüssel zu einem beschwingten und fröhlichen Leben mit Jesus!
In der Bibel steht mehrmals, dass wenn wir uns weigern, anderen zu vergeben, Gott uns auch nicht vergeben wird. Die Vergebung ist sehr einseitig und ungerecht. Doch wenn wir es wagen, werden wir feststellen, dass Beziehung ermöglicht und erneuert wird.
Im Gleichnis von der bittenden Witwe zeigt Jesus, dass ausdauerndes und entschlossenes beten zum Ziel führt. Die Witwe kam zu ihrem Recht. Wie viel mehr werden Menschen zu ihrem Recht kommen, wenn sie ihren Vater im Himmel beharrlich bitten!
«Täglich» und «heute» bringen zum Ausdruck, dass wir den Vater im Himmel nicht auf Vorrat, sondern um den täglichen Bedarf bitten sollen. Wenn wir immer schon im morgen leben, machen wir uns viele unnötige Sorgen. Die Predigt fordert heraus, jetzt ganz zu sein vor Gott - und wir werden beschenkt werden!
Jabez betete gegen seinen eigenen Namen, der ein Fluchwort war. Er bedeutet Pein und Schmerz! Obschon das Gebet etwas selbstbezogen klingt, heisst es: Und Gott liess kommen, was er erbeten hatte. Jabez ist durch Gebet gegen seine Veranlagung aufgekommen. Das Gebet veränderte sein Leben.
Dem Gebet in Jesu Namen wird eine hundertprozentige Erfolgsquote zugesprochen. Was bedeutet es für einen Menschen, in seinem Namen zu beten und als Handlungsbevollmächtigter unterwegs zu sein. Die perfekte Bevollmächtigung besteht in der Betreuung durch den Heiligen Geist und im Einfluss durch Jesu Namen an allerhöchster Stelle.
Jesus heilte nicht nur Seelen, sondern ganze Menschen nach Körper, Seele und Geist. Das will er durch seine Verbündeten auch heute noch tun. Dennoch ist es nicht zu leugnen, dass unser Körper - je älter er wird - abnehmen wird. Ganz im Gegensatz zum Geist, der von Tag zu Tag erneuert wird. Wie gehen wir mit dieser Spannung um?
«Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.» Dieser Satz kommt vor der Bitte um Versorgung («Unser tägliches Brot gib uns heute.»). Anscheinend ist es wichtiger, dass wir in ein tieferes Vertrauensverhältnis zu Gott hineinwachsen, als dass Er alle unsere Wünsche erfüllt.
Im Gebet können wir innerlich aus den vielen Blicken der Menschen heraustreten und uns unter den einen Blick Gottes stellen. Dort finden wir eine zutiefst befreite Lebensweise, ohne Druck und voller Kraft. Es ist das Leben in der Gegenwart Gottes, der Ort der Freiheit.
Was bedeutet es, wenn Gottes Reich kommt? Die Predigt will ermutigen, sich mit Gott zu verbünden und sich als ein Gesendeter für Gottes Reich in dieser Welt zu sehen. Wir können an Gottes Reich mitbauen, indem wir Gottes Wort Wirklichkeit werden lassen.
Im Gebet, das David in Psalm 131 spricht, gibt er uns tiefen Einblick in das Geheimnis eines ruhigen Herzens voller Frieden. Drei Feinde, die ausgewechselt müssen, stehen diesem Frieden entgegen.
Eine Osterpredigt zum dreifachen «Friede mit euch» von Jesus an die Jünger, die sich verängstigt eingeschlossen hatten. Die Auferstehung von Jesus hat die Kraft, zuerst Herzenstüren und dann auch andere Türen aufspringen zu lassen.
Ein zweites Mal geht es um die Frage, wie der Name unseres Vaters im Himmel geheiligt werden kann. Durch Anbetung. Anbetung ist aber viel mehr als gute Gefühle und schöne Lieder. Ebenso geht es um das Danken, Klagen und Proklamieren. Anbetung ist der eigentliche Sinn unseres Lebens. Die Geschichte des Königs Joschafat aus 2. Chronik 20 bringt alle Facetten der Anbetung zusammen und zeigt die wunderschönen Folge davon.
Wer ist «Unser Vater», die Person, die wir im Gebet ansprechen? Es ist ein Gott, der sich mit vier Buchstaben (JHWH), die «sein» bedeuten, vorstellt. Der Vater im Himmel hat den Eigennamen «Er-wird-da-sein» und viele anderen Namen. Gott ist eben so gross und so weit, dass man ihn nicht mit einem Eigennamen einfangen kann. Das würde ihn begrenzen und fassbar machen. Jeder einzelne seiner vielen Namen zeigt gewisse Eigenschaften von ihm.
Die Anrede im «Unser Vater» ist in der ersten Person Plural geschrieben. Jesus, der dieses Gebet zur Nachahmung empfohlen hat, hat sich dabei etwas überlegt. Wenn wir aus der Gemeinschaft heraus den Vater im Himmel anrufen, werden wir kraftvolle Auswirkungen unserer Gebete erfahren.
Wer ist eigentlich «Unser Vater im Himmel»? Mit wem sollen wir laut Jesus reden? Auf der einen Seite ist er der nahe Vater und auf der anderen Seite wohnt er im fernen Himmel. Wie verhält sich die Liebe Gottes zu seiner Heiligkeit? Unser Gottesbild hat grossen Einfluss auf die Grundhaltung, mit der wir beten.
Wir befassen uns mit der Vision der seetal chile und stellen uns der Frage, wie Gott unsere Gemeinde sieht. Dabei geht es um den Brunnen mitten im Dorf sowie um die Baulandreserven.
Start ins neue Jahresthema «Abentüür Gebät». Auf die Bitte seiner Jünger, sie beten zu lehren, antwortete Jesus mit dem «Unser-Vater-Gebt». Dieses Gebet gibt die Struktur für die Predigten im Jahr 2018. Heute geht es darum, einen ersten Überblick zu gewinnen.

Treffpunkt Krippe

24 Dezember 2017
Der Weg der Hirten und der Weg der Weisen nach Bethlehem zur Krippe ist ein ganz anderer. Dennoch führt es bei beiden Gruppen zur Anbetung Gottes.

Baum des Lebens

03 Dezember 2017
Der Baum des Lebens, der zu Adams und Evas Zeiten im Paradies stand, erscheint in der neuen zukünftigen Stadt wieder. Er trägt zwölfmal im Jahr Früchte und seine Blätter haben Heilkraft. Es ist ein freies Geschenk aus Gnade, dass der Mensch noch eine zweite Chance erhält, vom Baum des Lebens zu essen, um dann ewig bei Gott zu leben.

Anmutende Schönheit

26 November 2017
Diese Vision vom neuen Jerusalem soll uns nicht zu weltabgewandten, sondern zu hoffnungsvollen, friedensstiftenden, liebenden Menschen formen.

Dein Reich komme…

12 November 2017
Wie sind die biblischen Ereignisse erste Auferstehung, Tausendjähriges Reich und endgültiges Gericht zu verstehen und einzuordnen?

Gott ist gut

22 Oktober 2017
In einer Rede kurz vor dem Einzug in das Gelobte Land erinnerte Mose das Volk Israel daran, in allem Wohlstand Gott nicht zu vergessen und ihm dankbar zu sein. Wie können unabhängig von unserer persönlichen Situation dankbar sein?
Bablyon die Grosse wird uns als Prostituierte dargestellt, die Menschen aus allen Völkern verführt. Eines Tages aber wird ihr letztes Stündlein schlagen...

Bereit für Harmagedon

24 September 2017
In dieser Predigt geht es nicht um die im Volksmund genannten «Schalengerichte», sondern darum, wie ein Christ angesichts dieser Zeichen wach und bekleidet bleiben kann. Die zentrale Bibelstelle hierfür ist Offenbarung 16,15.
Johannes gibt uns eine Übersicht über die Geschehnisse auf dieser Welt und zeigt uns die Schlüsselqualifikationen, die ein Nachfolger von Jesus braucht, um in dieser Zeit zu bestehen: Geduld, Gehorsam und Glaube. Was bedeutet das für unser Leben?
=D100:D101Die Zahl des Tieres in Offenbarung 13 ist 666. An anderer Stelle spricht die Bibel vom Antichristen, der kommt und uns täuschen will. Wo steckt er? Wie können wir ihn erkennen und uns vorbereiten?
In Offenbarung 12 ist ein topaktuelles Bild beschrieben, dass sich laut verschiedener Spekulationen am 23. September 2017 verwirklichen soll. Wir sind gespannt. Auf jeden Fall zeigt uns dieses Kapitel auf, auf welche Weise Satan in dieser Welt wirkt und gegen welche Waffen er machtlos ist.
Laut Jesus ist es mit dem Reich Gottes wie mit einem Senfkorn. Wenn es in die Erde gelegt wird, entsteht eine grosse Staude, die zum Nistplatz für Zugvögel werden kann. Die Wachstums-DNA des Senfkorns wurde in die Menschen gelegt, die an Jesus Christus glauben. Deshalb kann durch ihr Leben Grosses entstehen.
Jesus hat einem jeden seiner Nachfolger ein Teil seines Reichtums gegeben, mit dem sie handeln sollen. Was ist der Auftrag? Was ist das Kapital? Wie sollen sie handeln? Was passiert bei der Berichterstattung?
Zwischen der 6. und 7. Posaune wird uns ein Blick hinter die Kulisse gewährt. Wir sehen, dass Gott absolut souverän über der ganzen Szenerie herrscht.
Die Visionen der Posaunen beantworten wichtige Fragen, wie beispielsweise ein Nachfolger von Jesus sich angesichts von Katastrophen und Kriegen auf dieser Welt verhalten soll.
Jesus Christus hat an Karfreitag sein Leben für uns am Kreuz hingegeben. Immer wieder sagt er, dass seine Nachfolger ebenfalls Verfolgung und Bedrängnis erfahren werden. Diese Dinge gehören sozusagen zum Kernstück des Glaubens. Das, was wir momentan in der westlichen Welt erleben, ist nicht normal. Johannes sieht in zwei verschiedenen Visionen die siegreichen Überwinder. Diese Bilder sollen uns ermutigen, unser Leben ganz für Christus hinzugeben - koste es, was es wolle.
Sendschreiben an Laodizea Es gibt einen Weg im Evangelium von einem gleichgültigen, leidenschaftslosen, lauwarmen Christsein hin zu einer 'heissen' Leidenschaft für Jesus.

Für das grosse Ja

26 Februar 2017
Sendschreiben an Thyatira Christus fordert die Gemeinde in Thyatira zu ganz vielen Neins für das grosse Ja heraus!
Jesus persönlich schreibt den sieben Gemeinden in Kleinasien ein himmlisches Feedback. Den Ephesern sagt er, dass eine Gemeinde alles richtig machen und grosse Magnetwirkung ausüben kann, doch wenn die Liebe fehlt, ist alles umsonst.

Alpha und Omega

15 Januar 2017
Die Offenbarung setzt durch die vielen gezeigten Bilder unser Kopfkino in Gang. Zu Beginn wird der Hauptdarsteller, Jesus Christus, vorgestellt. Dabei kommt Erstaunliches zum Vorschein!
Anhand von den Stichworten belong - believe - behave erläutern wir unsere Gemeindekultur und -kurs. Dabei beantworten wir Fragen, wie sich unsere Willkommenskultur mit einer bibelorientierten Bibelauslegung vereinbaren lässt.
Heute starten wir in das neue Jahresthema 'Weitsicht'. Im Verlaufe des Jahres 2017 werden wir das Buch der Offenbarung auslegen. Diese Predigt gibt einen ersten Einblick und zeigt den eigentlichen Sinn der Offenbarung auf. Sie entschleiert und enthüllt in lebhafter, bildlicher Form die unsichtbaren Realitäten und Mächte, die hinter den sichtbaren Ereignissen stehen, und erklärt dadurch den Verlauf der Geschichte.

Mega-Freude

25 Dezember 2016
Eine Weihnachtspredigt über die Mega-Freude, die die Hirten auf dem Felde erfuhren. Der Grund für diese Freude war, dass der Heiland geboren wurde und die Voraussetzung für Frieden auf Erden geschaffen hat.
Das ist die letzte der vier Predigten über Arbeit und bündelt das Thema. Die Hauptaussage lautet: Christus ist nicht nur am Sonntag unser HERR, sondern er ist auch am Montag unser Arbeitgeber.

Die Sache mit dem Namen

04 Dezember 2016
Wollen wir uns mit der Arbeit einen Namen machen oder bekommen wir einen Namen und tun dann die Arbeit? An dieser Frage entscheidet sich, ob ich bei der Arbeit glowen kann oder nicht.
In einer ersten von vier Predigten zum Thema Glaube und Arbeit geht es um die Grundlagen. Folgende Fragen werden geklärt: Was hat Gott mit Arbeit zu tun? Was habe ich mit Arbeit zu tun? Wie arbeiten wir?

Leben im Gegenwind

06 November 2016
Daniel zeigt uns als Vorbild, dass wir keine gesellschaftlichen Totalverweigerer zu sein brauchen, die in den Hungerstreik gehen oder sich aus allem zurückziehen. Allerdings müssen wir in sympathischer Entschlossenheit den Punkt kennen, wo unser "Aber" kommen muss.

Für eine starke Seele

23 Oktober 2016
Worship besteht aus lobpreisen, danken, klagen und proklamieren. Wenn wir in jeder Lebenssituation Worship machen, kann sich in uns eine starke Seele formen.

Ich bin kein Elefant

16 Oktober 2016
Oft erleben wir eine Diskrepanz zwischen dem, was wir leben, und dem, was die Bibel eigentlich vorgesehen hat. Diese Spannung gehört zum Leben eines Menschen, der mit Jesus unterwegs ist. In dieser Predigt wird der Lösungsweg aufgezeigt, wie sich unser Leben dennoch nachhaltig und positiv verändern kann.
Jan Hus (1369-1415) ist ein leuchtendes Vorbild für einen Mann, der sein Leben für die Wahrheit einsetzte. Sein Leben endete am 6. Juli 1415 beim Konzil von Konstanz auf dem Scheiterhaufen. Es ist beeindruckend, was für Auswirkungen sein Leben hatte.

Ich bin ein Glühwürmchen

25 September 2016
Was bedeutet es in der Öffentlichkeit zu leuchten und was sind die Voraussetzungen dafür? Dieser Frage geht diese Predigt anhand von Jakobus 2,14-17 und weiteren Stellen dieses Briefes nach.

Kirche – in der Welt

04 September 2016
In der Bibel werden die Leute als glücklich bezeichnet, die aufgrund ihres Glaubens Widerstand und Ablehnung erfahren. Warum erzeugt die gute Nachricht oft Reibung in dieser Welt und was bedeutet dies für aktive Christen?

Kirche – leibhaftig

21 August 2016
Ein Bild, das für die Kirche in der Bibel immer wieder benutzt wird, ist der Leib. Die Kirche ist der Leib von Christus auf dieser Erde. Dies hat für unser Miteinander und unseren Auftrag starke Auswirkungen.

William Wilberforce

10 Juli 2016
Unmögliches wird möglich! Diese Aussage wird durch das Leben von William Wilberforce (1759-1833) untermauert. Wilberforce ist der Mann, der in der weltweit führenden Sklavenhändlernation Grossbritannien die Sklaverei abschaffte.
Martin Dreyer ist freier Theologe, Dipl.-Pädagoge, Suchtberater und Schriftsteller. Er wurde in den Neunzigerjahren durch die Gründung der christlichen Jugendbewegung «Jesus Freaks» bundesweit bekannt. Seinen Durchbruch als Autor schaffte er mit der Volxbibel, einer Bibel in einer leicht verständlichen Sprache., die zum Taschenbuch-Bestseller avanciert ist. Martin ist verheiratet, hat eine Tochter und einen Sohn und lebt in Berlin. Trotz diesen beachtlichen Erfolgen gibt es in seinem Leben auch dunkle Schattenseiten. Das Scheitern seiner ersten Ehe, Alkohol und Drogen sowie ein…
Wie würde Jesus wohl homosexuell empfindenden Menschen begegnen? Auf diese Frage gibt es nur spekulative Antworten, weil es keine solche Beispiele in der Bibel gibt. Und doch ist ein klares Muster zu erkennen, wie Jesus Menschen begegnet: Voller Zuneigung und Mitgefühl, und er begegnet ihnen stets in grosser Klarheit und mit herausfordernder Deutlichkeit.
Bis dass der Tod euch scheidet! in der heutigen Zeit enden die meisten Ehen vor dem Tod. In dieser Predigt geht es um die Frage, wie vorzeitiger Korrosion der Ehe mit geeignetem Rostschutzmittel entgegengewirkt werden kann.
Die dritte Predigt zu der Miniserie 'Alles hat seine Zeit'. Wie können wir unsere Zeit besser ordnen, so dass wir nicht einfach nur unter der Tyrannei des Dringlichen stehen?
Die erste Predigt zu der Miniserie 'Alles hat seine Zeit'. Zeit ist eine Gabe Gottes. Gott selbst hat sich Zeit genommen und sie dir geschenkt, damit du zu seinem geliebten Kind werden kannst!
Die fünfte Predigt zu der Kampagne 'Scham oder Würde'._x000D_ _x000D_ Wie können wir durch Jesus Christus Ehre, Würde und Wiederherstellung erfahren?

Unterwegs zum Wasser

28 Februar 2016
Die dritte Predigt zu der Kampagne 'Scham oder Würde'. Wie reagieren wir auf Beschämung und wie werden wir zu der besten Version von uns selber?