{"id":3463,"date":"2021-04-18T09:15:21","date_gmt":"2021-04-18T07:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/sermons.seetal-chile.ch\/?post_type=wpfc_sermon&#038;p=3463"},"modified":"2021-05-04T07:55:26","modified_gmt":"2021-05-04T05:55:26","slug":"kommunikation-und-konfliktbewaeltigung","status":"publish","type":"wpfc_sermon","link":"https:\/\/sermons.seetal-chile.ch\/fr\/sermons\/kommunikation-und-konfliktbewaeltigung\/","title":{"rendered":"Com\u00admu\u00adni\u00adca\u00adti\u00adon et ges\u00adti\u00adon des conflits"},"content":{"rendered":"<p>Zusammenfassung: Viele Christen haben hunderte von Predigten geh\u00f6rt, aber sind erstaunt und begeistert, wenn sie in einem Mitarbeiterseminar der Firma viel \u00fcber sich selbst, \u00fcber gute Kommunikation und Konfliktbew\u00e4ltigung erfahren. Dabei hat die Bibel viel Alltagstaugliches zu sagen. Diese Predigt bringt Bibeltexte mit den erw\u00e4hnten Themen in Verbindung.<\/p>\n<p>Einst hatte eine Frau \u00fcber ihre Nachbarn Ger\u00fcchte verbreitet und sie verleumdet. Das richtete viel Unheil an. Lange Zeit sp\u00e4ter bereute sie es und bat ihren Nachbarn um Vergebung. Er vergab ihr gern, bat sie aber um einen Gefallen: \u00abGeh heim und schlachte ein Huhn und rupfe ihm alle Federn aus, auch die kleinsten, lege sie in einen Korb und dann geh langsam durch das Dorf und streue alle drei Schritte ein wenig von den Federn aus. Alsdann steige auf den Kirchturm und sch\u00fctte den Rest von dort oben herab. Dann komm wieder zu mir!\u00bb Die Frau tat, wie ihr gesagt worden war. \u00abSch\u00f6n\u00bb, meinte der Nachbar freundlich, \u00abjetzt gehe durch die Strassen und sammle alle ausgestreuten Federn wieder auf.\u00bb Die Frau erschrak und sagte: \u00abAber das ist unm\u00f6glich! Der Wind hat sie in alle Richtungen zerstreut.\u00bb Federleicht verbreitet sich unser Geschw\u00e4tz. Wieviel lebendige Nachbarschaft und echte Gemeinschaft wird zerst\u00f6rt, weil wir uns am Geschw\u00e4tz \u00fcber andere beteiligen. Andere kleinreden, l\u00e4sst uns selbst scheinbar wachsen. Sprechen ist ein \u00abZeugungsvorgang\u00bb, der lebensspendend oder -zerst\u00f6rend wirken kann, der wachsen l\u00e4sst oder kleinh\u00e4lt. \u00abWer gern redet, muss die Folgen tragen, denn die Zunge kann t\u00f6ten oder Leben spenden\u00bb (Spr\u00fcche 18,21 NLB). Ich hoffe, dass bei uns keine spitzen Federn durchs Dorf geweht werden!<br \/>\nManchmal werden in Firmen Seminare \u00fcber Kommunikation und Konfliktbew\u00e4ltigung angeboten. Anschliessend erz\u00e4hlen Leute begeistert \u00fcber neue Horizonte, die aufgegangen sind. Darunter auch Menschen, die schon hunderte von Predigten geh\u00f6rt haben. In der Bibel gibt es viel relevante und weise Lebenshilfe gerade auch zu diesem Thema. Es ist unsere Aufgabe, diese Texte mit unserer Lebenswirklichkeit in Verbindung zu bringen. Was sagt die Bibel \u00fcber hilfreichen Umgang miteinander?<br \/>\nRede&#8230;<br \/>\n\u00abDeshalb legt die L\u00fcge [Falsche, Unwahre] ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem N\u00e4chsten! Denn wir sind untereinander Glieder\u00bb (Epheser 4,25 ELB).<br \/>\nLeg das Falsche und Unwahre ab und rede die Wahrheit! Heisst: Mach dir und dem anderen nichts vor. Wenn dich die Worte oder das Verhalten eines anderen verletzt oder ver\u00e4rgert haben, dann rede das nicht sch\u00f6n. Tu nicht so, als h\u00e4tte dir das Ganze nichts ausgemacht und h\u00e4ng auch nicht einfach nur ein Deckm\u00e4ntelchen der Liebe dr\u00fcber. Das ist n\u00e4mlich in den meisten F\u00e4llen kein Deckm\u00e4ntelchen der Liebe, sondern eher eines der Konfliktvermeidung. Die Wahrheit reden bedeutet \u00fcberdies: Mach aus der M\u00fccke keinen Elefanten, erfinde nichts dazu und interpretier in die Dinge, die gesagt oder getan wurden, nichts hinein, was so nie stattgefunden hat. Aber vor allem: Rede! Friss die Dinge nicht in dich hinein, verschliess dich nicht und verbarrikadiere dich nicht einfach nur hinter einer Mauer des Schweigens und der Verweigerung.<br \/>\nWarum? Weil wir als Glieder eines Leibes miteinander verbunden sind. Jede Unwahrheit, der wir folgen oder die wir verbreiten, aber auch jedes Nicht-Aussprechen und \u00abEinfach-nur-in-den-R\u00fcckzug\u00bb gehen, besch\u00e4digt diese Verbindung. Und dann besteht die Gefahr, dass der Teufel diese d\u00fcnne Stellt nutzt, um Gemeinschaft zu zerst\u00f6ren. Mein Verhalten gegen\u00fcber anderen Menschen beeinflusst die ganze Gemeinschaft. Dieses Verst\u00e4ndnis ging im Zuge der Individualisierung leider verloren. Wir sind Glieder eines Leibes und sind auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden. Deshalb sind zwischenmenschliche Probleme nicht nur Privatsache.<br \/>\nWenn wir Konfliktprophylaxe betreiben wollen, m\u00fcssen wir in Beziehungen investieren. Wenn wir in guten stabilen Beziehungen leben, k\u00f6nnen wir belastende Situationen und manche Kontroverse miteinander aushalten, ohne dass es uns aus der Kurve haut. Aus diesem Grund hat Paulus nicht nur gepredigt, sondern Leben geteilt. \u00abWir haben euch so sehr geliebt, dass wir euch nicht nur Gottes gute Botschaft brachten, sondern auch unser eigenes Leben mit euch geteilt haben\u00bb (1Thessalonicher 2,8 NLB). Gerade in einer Kirche wie wir es sind, ist es so wichtig, dass wir mehr voneinander wissen als nur Name und Beruf. Wenn uns die Einbr\u00fcche in der Biografie, der Stress am Arbeitsplatz oder der Zoff in der Ehe bekannt sind, verstehen wir einander besser und k\u00f6nnen das Verhalten anders einordnen.<br \/>\n&#8230;noch heute<br \/>\nEin Zeitfenster f\u00fcr diesen Kl\u00e4rungsprozess wird und hier direkt mitgeliefert: Wir sollen die Dinge noch am gleichen Tag kl\u00e4ren: \u00abS\u00fcndigt nicht, wenn ihr zornig seid, und lasst die Sonne nicht \u00fcber eurem Zorn untergehen. Gebt dem Teufel keine M\u00f6glichkeit, durch den Zorn Macht \u00fcber euch zu gewinnen!\u00bb (Epheser 4,26f NLB). Lass nichts anbrennen. Je l\u00e4nger wir die Aussprache hinausschieben, umso gr\u00f6sser ist die Gefahr, dass dieses zun\u00e4chst neutrale Gef\u00fchl des Zorns oder der Ver\u00e4rgerung uns zu s\u00fcndigen Handlungen und Gedanken verleitet, so dass der Teufel einen Fuss in die T\u00fcr bekommt. Von mir weiss ich, dass ein Nicht-Ansprechen h\u00e4ufig dazu f\u00fchrt, dass ich in meinem Inneren die Dinge immer mehr aufbausche. Was der andere vielleicht unbedacht und ohne es so zu meinen gesagt oder getan hat, wir von mir willentlich genau so interpretiert. \u00abDer will mir war&#8230;\u00bb \u00abDer weiss doch genau&#8230;\u00bb \u00abDer hat schon wieder, das macht der extra&#8230;\u00bb usw. Nach solchen Gedanken hat der Teufel nicht nur einen Fuss in der T\u00fcr, sondern hat sich tats\u00e4chlich schon h\u00e4uslich bei mir eingerichtet.<br \/>\nEin anderes Einfallstor f\u00fcr den Teufel ist das Sprechen mit anderen \u00fcber die Situation \u2013 etwas, was man unter allen Umst\u00e4nden vermeiden sollte. Der Konflikt, den du mit jemandem anderen hast, geht n\u00e4mlich nur dich und diese Person etwas an. Dritte, Vierte oder gar F\u00fcnfte haben in diesem Konflikt nichts zu suchen. Wenn wir dennoch andere mit in das Thema hineinziehen, werden diese von deinem \u00c4rger angesteckt und fangen ebenfalls an, Aversionen gegen die betreffende Person zu entwickeln. Wie durch ein Krebsgeschw\u00fcr werden jetzt Metastasen gebildet, die andere Glieder befallen, so dass der ganze Leib krank wird \u2013 sterbenskrank.<br \/>\nMeine Erfahrung bei Konflikten in der Gemeinde: Wenn sie endlich ans Licht kommen, haben sie oft schon eine monate-, ja vielleicht sogar jahrelange Geschichte hinter sich. Dabei stand oft an deren Beginn nur eine unbedachte \u00c4usserung oder ein un\u00fcberlegtes Verhalten. Vermutlich h\u00e4tte sich die kleine St\u00f6rung recht problemlos beheben lassen \u2013 wenn man sich bereits an dieser Stelle entschieden h\u00e4tte, dem Rat der Bibel zu folgen, die Dinge ehrlich und vor allem z\u00fcgig mit der betreffenden Person zu kl\u00e4ren und somit dem Teufel keinen Raum zu geben.<br \/>\nErtrage und vergebe<br \/>\nWir kommen aus einer Zeit \u2013 und das gilt vor allem f\u00fcr die Generation 70+ \u2013 in der man sich vorwiegend gef\u00fcgt hat. Es war eine Zeit, in der es um Unterordnung und Gehorsam ging: gegen\u00fcber den Eltern, dem Vorgesetzten, dem Lehrer, den \u00c4ltesten der Gemeinde oder dem Pastor. Aus dieser Zeit kommt der Spruch: \u00abKinder, die was wollen, kriegen eins auf die Bollen!\u00bb Heisst: Du hast nichts zu wollen, sondern hast zu tun, was die gesagt wird! Du hast zu gehorchen, hast dich ein- bzw. unterzuordnen und dich zu f\u00fcgen.<br \/>\nUnterdessen wurden wir zur Kritikf\u00e4higkeit erzogen und dazu, eine eigene Meinung zu vertreten. Bei aller positiven Entwicklung fallen wir heute tendenziell auf der anderen Seite vom Pferd: Die F\u00e4higkeit, uns zu f\u00fcgen und eine schwierige Situation zu ertragen, geht gegen Null. Wenn es uns nicht mehr passt, wenn wir uns gegen den Strich geb\u00fcrstet f\u00fchlen, wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir uns es vorstellen, dann k\u00f6nnen wir das kaum noch aushalten und brechen aus. In diese Situation spricht ein Wort von Paulus: \u00abErtragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr! Zu diesem allen aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist!\u00bb (Kolosser 3,13f ELB).<br \/>\nErtragt euch gegenseitig! Selbst dann, wenn wir in Beziehung investiert und den Konflikt direkt angesprochen haben, wird der andere nicht pl\u00f6tzlich ein anderer Mensch. Nach der letzten Predigt erz\u00e4hlte mir jemand in einem seelsorgerlichen Gespr\u00e4ch von einer schwierigen Beziehung und wie sie herausgefordert ist, der anderen Person zu vergeben. Und dann meinte sie: \u00abAber sie ist halt immer noch gleich bevormundend.\u00bb Wir k\u00f6nnen den anderen nicht ver\u00e4ndern, er wird der gleiche schr\u00e4ge Vogel bleiben, der er schon immer war \u2013 und wir werden ebenfalls schr\u00e4ge V\u00f6gel bleiben. Wir werden also damit klarkommen m\u00fcssen, dass Gott diesen Menschen mit diesen eigenartigen Ansichten und unm\u00f6glichen Verhaltensweisen in unser Leben gestellt hat. Tats\u00e4chlich ist es so: Erst wenn wir auch die F\u00e4higkeit mitbringen, zu ertragen und sich zu f\u00fcgen, sind wir wirklich gemeinschaftsf\u00e4hig.<br \/>\nK\u00fcrzlich sagte eines unserer Kinder: Das Thema Salatsauce begleitet euch wohl bis ans Lebensende. Der Hintergrund der Geschichte ist der, dass meine Frau die Angewohnheit hat, die gekaufte Salatsauce zu verd\u00fcnnen. F\u00fcr mich stimmt dann der Geschmack und die Viskosit\u00e4t nicht mehr. Das hat bis anhin zu Diskussionen gef\u00fchrt. Nun will ich ertragen ;-). Zugegeben, es gibt noch wesentlichere Themen, bei denen wir auch nach 29 Jahren Ehen den gemeinsamen Nenner noch nicht gefunden haben.<br \/>\nZu ertragen kommt nicht aus einer hilflosen Opferhaltung, sondern setzt einen geistlichen Entschluss voraus. Ich f\u00fcge mich. Ich entscheide mich aktiv daf\u00fcr, diesen Anders-Anderen zu ertragen. Aktiv ertragen k\u00f6nnen wir aber nur, wenn wir bereit und f\u00e4hig sind, zu vergeben. Mit Vergebung sch\u00fctzen wir uns davor, dass wir Ver\u00e4rgerung und Groll in uns aufh\u00e4ufen und schliesslich wie Dampfkocht\u00f6pfe durch die Gegend laufen, die jederzeit zu explodieren drohen. Davon abgesehen: Wir leben jeden Tag davon, dass Jesus uns vergibt. Wir nehmen st\u00e4ndig etwas in Anspruch, das wir dem anderen keinesfalls verweigern d\u00fcrfen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nJemand soll einmal zu einem Weisen gesagt haben: \u00abH\u00f6re, ich muss dir etwas Wichtiges \u00fcber deinen Freund erz\u00e4hlen.\u00bb \u00abWarte ein bisschen\u00bb, unterbrach ihn der Weise. \u00abHast du schon das, was du mir erz\u00e4hlen willst, durch die drei Siebe hindurchgehen lassen?\u00bb \u00abWelche drei Siebe?\u00bb \u00abSo h\u00f6re gut zu! Das erste Sieb ist das Sieb der Wahrheit. Bist du \u00fcberzeugt, ob alles, was du mir sagen willst, auch wahr ist?\u00bb \u00abDas nicht, ich habe es nur von anderen geh\u00f6rt.\u00bb \u00abAber dann hast du es wohl durch das andere Sieb gehen lassen? Es ist das Sieb der G\u00fcte.\u00bb Der Mann err\u00f6tete und antwortete: \u00abIch muss gestehen, nein.\u00bb \u00abUnd hast du an das dritte Sieb gedacht und dich gefragt, ob es n\u00fctzlich sei, mir von meinem Freund zu erz\u00e4hlen?\u00bb \u00abN\u00fctzlich \u2013 eigentlich nicht!\u00bb \u00abSiehst du\u00bb, versetzte der Weise, \u00abwenn das was du mir erz\u00e4hlen willst, weder wahr noch gut noch n\u00fctzlich ist, dann behalte es lieber f\u00fcr dich.\u00bb<br \/>\n\u00a0<br \/>\n\u00a0<br \/>\nM\u00f6gliche Fragen f\u00fcr die Kleingruppen<br \/>\nBibeltext lesen: Epheser 4,25-27; Kolosser 3,13-14<\/p>\n<p>\tInwiefern kann Beziehungspflege Krisenprophylaxe sein?<br \/>\n\tWie sieht dein pers\u00f6nlicher Massnahmeplan nach dieser Predigt aus, um Konflikte zu bew\u00e4ltigen?<br \/>\n\tGibt es Beispiele, wo du Dinge von anderen ertr\u00e4gst? Tust du es aktiv oder f\u00fchlst du dich als Opfer?<br \/>\n\tWarum geh\u00f6rt die Vergebung unbedingt zum Thema Konfliktbew\u00e4ltigung (Kolosser 3,13)? Was passiert, wenn wir ertragen, aber nicht vergeben?<br \/>\n\tSprechen ist ein \u00abZeugungsvorgang\u00bb, der lebensspendend oder -zerst\u00f6rend wirken kann. Wie und wo k\u00f6nntest du in der n\u00e4chsten Woche ein Lebensspender sein?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00e9su\u00adm\u00e9 : De nombreux chr\u00e9\u00adti\u00adens ont enten\u00addu des cen\u00adtai\u00adnes de ser\u00admons, mais sont \u00e9ton\u00adn\u00e9s et ent\u00adhousi\u00adas\u00adtes lors\u00adqu\u2019ils app\u00adren\u00adnent beau\u00adcoup de cho\u00adses sur eux-m\u00eames, sur la bon\u00adne com\u00admu\u00adni\u00adca\u00adti\u00adon et la ges\u00adti\u00adon des con\u00adflits lors d\u2019un s\u00e9mi\u00adn\u00adaire pour employ\u00e9s de leur ent\u00adre\u00adpri\u00adse. Pour\u00adtant, la Bible a beau\u00adcoup \u00e0 dire pour la vie quo\u00adti\u00addi\u00aden\u00adne. Cet\u00adte pr\u00e9\u00addi\u00adca\u00adti\u00adon met en rela\u00adti\u00adon des tex\u00adtes bibli\u00adques avec les th\u00e8\u00admes men\u00adti\u00adonn\u00e9s. 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